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Die Kirchengemeinde Riegelsberg bat beim Gemeinderat um Finanzhilfe

Finanzspritze für Kirchengemeinde : Gemeinde Riegelsberg investiert in Kita

Kirchengemeinde bat beim Gemeinderat um finanzielle Hilfe bei der Erweiterung ihres Kindergartens.

Die evangelische Kirchengemeinde Güchenbach will ihr „Kinderhaus Hand in Hand“ in der Pflugscheider Feld-
straße schließen und mit dem Kindergarten in das Gemeindehaus in der Buchschacher Straße umziehen. Das Gemeindehaus soll dazu umgebaut und der Kindergarten, der bisher vier Gruppen von Kindern betreut, um eine fünfte Gruppe erweitert werden (wir berichteten). Die Kosten einschließlich dazu gehörender Ausgaben für Straßenbau belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro.

Der Riegelsberger Gemeinderat hatte diesem Bauvorhaben im September 2018 zugestimmt und sich bereit erklärt, die durch den Betrieb der fünften Gruppe entstehenden Mehrkosten zu übernehmen. Jetzt teilte die Kirchengemeinde der Zivilgemeinde mit, dass ihre finanziellen Rücklagen durch den massiven Einbruch der Kirchensteuer deutlich gesunken sind. Sie beantragte deshalb, dass die Gemeinde Riegelsberg 30 Prozent der Kosten (gut 1,1 Millionen Euro) übernehmen solle.

Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) erklärte dazu im Gemeinderat:  „Wir brauchen diese fünfte Gruppe und sind froh, dass die Kirchengemeinde an einer städtebaulich sehr interessanten Stelle investiert. Deshalb sollten wir das Projekt gemeinsam mit der Kirchengemeinde vorantreiben.“ Stephan Müller-Kattwinkel (CDU) unterstrich, dass man die Kirchengemeinde „finanziell nicht im Regen stehen lassen dürfe“ und René Selzer (AfD) sagte, der Beitrag der Gemeinde Riegelsberg sei „sehr gut angelegtes Geld“. Ähnlich Hans Jürgen Marowsky (Grüne): „Alles, was mit Kindern zu tun hat, sind beste Investitionen.“ Frank Schmidt (SPD) betonte, dass man sehr froh sei, dass der Kindergarten „Hand in Hand“ nicht aufgegeben, sondern sogar eine um eine Gruppe erweitert wird. Deshalb müsse man den Antrag der Kirchengemeinde unterstützen.

Jedoch: Sollten die veranschlagten Baukosten von 3,4 Millionen Euro überschritten werden, dann müsse der Gemeinderat über eine Kostenbeteiligung neu entscheiden. Auch Melanie Dell (FDP) sagte, dass der Gemeindeanteil von 30 Prozent „gedeckelt“ werden müsse. Dem Antrag der Kirchengemeinde, einschließlich der von Frank Schmidt angeregten Ergänzung, stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.