1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Riegelsberg

Die Dunkelmacher auf dem Relegationsplatz

Die Dunkelmacher auf dem Relegationsplatz

Die Volleyballer des TV Walpershofen sorgen auch in dieser Saison für Furore. Zur Halbzeit der Oberliga belegen die „Dunkelmacher“ als Zweiter den Relegationsplatz zur Regionalliga. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob der Verein die Aufstiegsoption ziehen würde.

Ihr Spitzname kommt fast etwas martialisch daher: "Dunkelmacher" - so nennen sich die Volleyballer des TV Walpershofen . "Wenn der Block dicht und hoch steht, wird es für den Gegner schon mal schattig. Daher der Name", erklärt Marc Stürmer, Spieler und Abteilungsleiter der Volleyballer aus dem Köllertal.

Dass sein Team seit dem Oberliga-Aufstieg 2012 ganz vorne in der Liga mitmischt, hat aber nichts mit dem Spitznamen, sondern mit der sportlichen Qualität zu tun. "Wir sind relativ breit aufgestellt, haben alle Positionen nahezu gleichwertig besetzt", sagt Stürmer. Nach zwei dritten Plätzen und Rang zwei in der Vorsaison schielt Walpershofen erneut nach einem Topresultat, ist mit acht Siegen aus neun Spielen (22 Punkte) erster Verfolger des makellosen Spitzenreiters SG Rheinhessen (24 Zähler aus acht Spielen). Zum Jahresabschluss siegte der TVW vor Kurzem 15:13 im entscheidenden fünften Satz bei der VSG Saarlouis und untermauerte seine Position als bestes Saar-Team.

Die Veränderungen, die es nach dem Trainerwechsel von Michael Remmel hin zu Andreas Pleban gab, scheinen zu greifen: "Wir treten von der Spielanlage ganz anders auf. Da ist fast kein Stein auf dem anderen geblieben. Das blinde Verständnis muss noch reifen, aber wir machen es schon sehr gut", meint Stürmer, der selbst vom Angreifer zum Libero umgeschult wurde. Mit Lukas Bennoit, dessen Brüder Arndt und Jendrik ebenfalls für Walpershofen spielen, und Timo Ringle kamen zwei neue Gesichter vom TV Bliesen . Außerdem absolviert der ehemalige Freiburger Zweitligaspieler Frederic Barth seine erste komplette Saison. Ob der Verein eine weitere Aufstiegschance tatsächlich wahrnehmen würde, ist noch nicht ganz klar. In der Vorsaison verzichtete Walpershofen als Zweiter auf die Relegation zur Regionalliga gegen den Zweiten der hessischen Oberliga.

Eines der Probleme ist und bleibt in diesem Zusammenhang die Halle. Die Köllertalhalle in Walpershofen , wo die Dunkelmacher in dieser Saison bisher vier klare Siege feierten, sei laut Stürmer zu klein, die Riegelsberghalle bei einem Aufstieg die nächstmögliche Alternative. "Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle. Wir müssten weiter fahren als bisher. Wenn alles akut wird, werden wir uns damit befassen", will der 31-Jährige erst das Topspiel am 16. Januar gegen die SG Rheinhessen abwarten.

"Unser Ziel ist ganz klar, an ihrem Thron zu rütteln. Nach dem Spiel sind wir auch schlauer, was die Gesamtsituation angeht", erklärt Stürmer. Generell befindet sich sein Club auf dem aufsteigenden Ast. Die Damenmannschaft spielt nach zwei Aufstiegen mittlerweile in der Bezirksliga, dazu gibt es im zweiten Jahr eine weibliche U18-Mannschaft. "Im Jungenbereich gestaltet es sich schwieriger, unter anderem, weil wir keine Schule mehr im Ort haben. In Riegelsberg gab es mal den Versuch einer AG, leider mit wenig Rücklauf", erzählt Stürmer. Und so bleiben die Herren vorerst das Aushängeschild, verbunden mit der Hoffnung, dass die "Dunkelmacher" den Gegnern auch in Zukunft regelmäßig das Licht ausknipsen - natürlich in sportlicher Hinsicht.