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Diebethiker-Selbsthilfegruppe
Diabetiker-Selbsthilfegruppe Riegelsberg löst sich auf

Riegelsberg. Die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Riegelsberg hat sich zum Monatsende aufgelöst. Ihr Vortrag am 27. November im Sitzungssaal des Riegelsberger Rathauses („Das Gold des Orients – das Schwarzkümmelöl“) war die letzte Aktion, die diese Gruppe organisiert hat, wie Gudrun Preßmann jetzt bedauernd mitteilte.

Gegründet wurde die Selbsthilfegruppe 1984 von dem Riegelsberger Hans-Egon Balzert. Er war bis zu seinem Tod im Januar 2009 auch der Leiter dieser Gruppe. Auf ihn folgten Erna Meilchen aus Heusweiler und ebenso Gudrun Preßmann aus St. Ingbert, die beide bis heute gemeinsam als Gruppenleiterinnen fungierten.


Der Selbsthilfekreis traf sich in der Regel jeden letzten Donnerstag eines Monats. Anfangs waren die Treffen in der Seniorenresidenz St. Josef in Riegelsberg, seit drei Jahren in der Rathausgalerie oder im Rathaussaal. Man traf sich, um eigene Erfahrungen mit anderen auszutauschen, um Informationen über Diabetes und den Umgang mit dieser Krankheit von Fachleuten zu erhalten. Aber auch, um nicht alleine zu stehen im Kampf mit und gegen die Krankheit und um sich gegenseitig Kraft zu geben. Deshalb wurden an jedem Gruppenabend Vorträge zum Thema Diabetes gehalten. Dafür stand ein großer Pool an Referenten zur Verfügung – darunter Ärzte, Apotheker, Psychologen oder Ernährungsspezialisten. Auch ein Polizist hielt schon mal einen Vortrag über Diabetes und Alkohol. „Alle referierten ohne Honorar und standen nach ihren Vorträgen für Fragen zur Verfügung“, betonte Gudrun Preßmann im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Zudem waren alle Veranstaltungen öffentlich und kosteten keinen Eintritt.

Durchschnittlich gehörten der Selbsthilfegruppe 25 Mitglieder an, Ende November 2018 waren es noch 20. Warum hat sich die Gruppe jetzt aufgelöst? Dazu Gudrun Preßmann: „Als Grund der Auflösung kann ich persönlich familiäre Gründe nennen, ebenso ist die Überalterung der Gruppenmitglieder ein weiterer Punkt.“



(dg)