Der veränderten Altersstruktur begegnen

Der veränderten Altersstruktur begegnen

Riegelsberg. Zu einem Expertengespräch zum Thema "Daseinsvorsorge - Die soziale Aufgabe der Gemeinde" hatte die Riegelsberger CDU-Fraktion örtliche Vereine und Organisationen, die sich mit sozialen Fragen beschäftigen, in den Rathaussaal geladen. Obwohl das Thema von öffentlichem Interesse ist, waren lediglich zehn Personen der Einladung gefolgt

Riegelsberg. Zu einem Expertengespräch zum Thema "Daseinsvorsorge - Die soziale Aufgabe der Gemeinde" hatte die Riegelsberger CDU-Fraktion örtliche Vereine und Organisationen, die sich mit sozialen Fragen beschäftigen, in den Rathaussaal geladen. Obwohl das Thema von öffentlichem Interesse ist, waren lediglich zehn Personen der Einladung gefolgt. Darunter neben sieben Mitgliedern der CDU-Gemeinderatsfraktion noch Pfarrer Hartmut Richter von der evangelischen Kirchengemeinde Güchenbach, Franz-Josef Klein vom DRK Riegelsberg und der Kriminalbeamte Michael Zimmer, Ehemann der Bürgermeisterkandidatin Renate Zimmer. Im CDU-dominierten Podium saßen neben Renate Zimmer noch Carmen Helfgen aus Riegelsberg, Mitbegründerin des Püttlinger Bündnisses für Familien, und Gisela Rink, Sozialpolitikerin aus Völklingen und Vizepräsidentin des Saar-Landtages. Moderator war der Riegelsberger CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Volker Christmann."Familie, Gesundheit, Altersgerechtes Wohnen, der demografische Wandel, Spielplätze, Kindergärten - das alles sind Handlungsfelder bei der Daseinsvorsorge", so Christmann. Carmen Helfgen führte aus, dass Püttlingen auf diesen Handlungsfeldern schon viel weiter sei als Riegelsberg. So gibt es in Püttlingen ein "lokales Bündnis für Familien" - einen Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen mit dem Ziel, etwas für Familien zu tun. Wie zum Beispiel die Püttlinger Kinderbetreuungsbörse (www.kinderbetreuung-puettlingen.de), die Eltern ein Forum biete, um Tagesmütter zu finden. Für Senioren gibt es in Püttlingen den Besuchsdienst "Peter und Paul". Wie Renate Zimmer sagte, werde auch in Riegelsberg seit Jahren über den demografischen Wandel gesprochen, doch niemand habe Initiativen ergriffen, um etwas in die Wege zu leiten. Dabei sei dies dringend notwendig: "Riegelsberg hat rund 15 000 Einwohner, in 15 Jahren werden es zehn Prozent weniger sein, und der Altersdurchschnitt wird bei 50 Jahren liegen." Sie brachte die Gründung von "Senioren-WGs" ins Gespräch, "dafür muss man in Riegelsberg Raum und Interesse schaffen." Sie fordert, ein Bündnis für Familien in Riegelsberg zu gründen. Zudem seien Verbesserungen bei Nahverkehr und Infrastruktur nötig. Speziell ältere Menschen müssten sich in Riegelsberg versorgen können. Auch die Jugend müsse man mehr in die Daseinsvorsorge einbinden, etwa durch die Gründung von Kinder- und Jugendräten. Meinung

Wahlkämpfer unterwegs

Von SZ-RedakteurMarco Reuther Ja, sicher, wir haben Wahlkampf-Zeiten, und jede Partei möchte Punkte sammeln und sich gut präsentieren - das ist nicht verwerflich. Aber ein wenig enttäuschend ist es schon, wenn eine Partei (egal welche) eine "Podiumsdiskussion" ankündigt, die dann nur von Leuten der eigenen Partei oder von Vertretern aus von eben jener Partei regierten Kommunen geführt wird. Wo bleibt da die echte Diskussion im Podium?