Den "Marktplatz 2.0" schaffen

Riegelsberg. Den Riegelsberger Marktplatz attraktiver machen - darüber werde in der Gemeinde schon seit 20 Jahren gesprochen, sagte Bürgermeister Klaus Häusle. Aber wirklich passiert sei nichts. Auch wegen des Baus der Saarbahntrasse, der dem Ort eine harte Zeit bescherte. Eine zweite Baustelle am Markt sei da nicht machbar gewesen

Riegelsberg. Den Riegelsberger Marktplatz attraktiver machen - darüber werde in der Gemeinde schon seit 20 Jahren gesprochen, sagte Bürgermeister Klaus Häusle. Aber wirklich passiert sei nichts. Auch wegen des Baus der Saarbahntrasse, der dem Ort eine harte Zeit bescherte. Eine zweite Baustelle am Markt sei da nicht machbar gewesen. Aber nun soll das Projekt Marktplatz-Neugestaltung ernsthaft angegangen werden - und zwar mit Hilfe des neuen Zentrumsmanagers Hugo Kern, der im November mit den Vorarbeiten für diesen Job begonnen hat, wie er es gestern im SZ-Gespräch formulierte.

"Ich bin sicher, wir kriegen eine richtig gute Lösung hin, das zeichnet sich ab", sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Kernplan aus Illingen. Ziel sei es, den Bereich Rathausvorplatz/Marktplatz auf Vordermann zu bringen und den "Marktplatz 2.0" zu schaffen, wie es Kern nannte.

Riegelsberg könne froh sein, dass schon jetzt auf dem Marktplatz reges Treiben herrsche. Damit meinte er auch den Autoverkehr und stellte klar, dass der Marktplatz auch künftig ausreichend Parkplätze bieten werde, "auch wenn wir die Situation neu ordnen möchten".

Die Fläche solle weiterhin auch für den Wochenmarkt und die Kirmes nutzbar sein. Dennoch sieht der Diplom-Ingenieur die Chance, "Gestaltungsspielraum vor den Geschäften zu schaffen und dem Platz städtisches Flair zu verleihen". Kern denkt an einen Wettbewerb, bei dem Studierende im Rahmen einer Semesterarbeit Ideen für eine ansprechende Fassadengestaltung entwickeln. Er regt eine private Ortsentwicklungsinitiative an, an der sich Gewerbetreibende und Hauseigentümer am Markt beteiligen. Einen Verfügungsfonds, der je zur Hälfte von Privatleuten und aus öffentlichen Mitteln gespeist wird. Für Hugo Kern steht fest: "Der Marktplatz ist das Schaufenster des Ortes. Täglich fahren dort Tausende mit dem Auto oder mit der Saarbahn vorbei. Diese Menschen müssen wir dazu bringen, dass sie sich sagen: Hier muss ich aussteigen und mir den Platz näher anschauen."

Zunächst sei eine wichtige Frage zu klären: Wie wird die Ein- und Ausfahrt am Markt geregelt? Bleibt es dabei, dass Autofahrer über die Rathausstraße auf den Platz fahren und ihn über die Marienstraße verlassen? Oder erfolgen Ein- und Ausfahrt künftig über die Marienstraße? Kern: "Das muss vorrangig entschieden werden." Denn davon hängen die Entwürfe ab, die ein Saarbrücker Planungsbüro erarbeitet und der Verwaltung sowie der so genannten Lenkungsgruppe vorlegt, die im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzeptes gebildet wurde.

Nach Angaben von Klaus Häusle sind im Haushalt 1,4 Millionen Euro zur Neugestaltung des Bereiches Rathausvorplatz/Marktplatz eingestellt. Die Kosten teilen sich Bund, Land und Gemeinde.

Das Büro des Zentrumsmanagers im Geschäftshaus Marienstraße 1-3 wird am Mittwoch, 30. Januar, um 10 Uhr eröffnet. Hugo Kern oder seine Mitarbeiterin Sarah End bieten dort Sprechstunden an: dienstags von 16 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 12 Uhr. Das Büro ist zu erreichen unter Telefon (0 68 06) 3 06 06 60.

Foto: thomas Seeber

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