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Riegelsberger Marktfest
Das Marktfest zieht zurück auf den Riegelsberger Marktplatz

Ein Schnappschuss vom Riegelsberger Marktfest Anfang September 1981, damals noch vom alten Heimat- und Verkehrsverein organisiert. Auf dem Marktplatz sieht man gleich zwei Bierstände der Riegelsberger Brauerei Gross. Das Bier ist inzwischen Geschichte. (1986 verkaufte Günther Gross die Brauerei an Karlsberg, und die Karlsberg-Gruppe beendete ein Jahr später den Brauereibetrieb in Riegelsberg.)
Ein Schnappschuss vom Riegelsberger Marktfest Anfang September 1981, damals noch vom alten Heimat- und Verkehrsverein organisiert. Auf dem Marktplatz sieht man gleich zwei Bierstände der Riegelsberger Brauerei Gross. Das Bier ist inzwischen Geschichte. (1986 verkaufte Günther Gross die Brauerei an Karlsberg, und die Karlsberg-Gruppe beendete ein Jahr später den Brauereibetrieb in Riegelsberg.) FOTO: Walter Barbian (Erben) / Walter Barbian
Riegelsberg. Dass es wieder ein Doppel-Fest mit dem Herbstmarkt wird, sorgte im Ortsrat für Debatten. Von Fredy Dittgen

Ein Marktfest, das nicht auf dem Marktplatz gefeiert wird: Wegen der Bauarbeiten auf dem Platz hatte das Fest in den vorigen Jahren vor das Riegelsberger Rathaus ausweichen müssen. So stellte der Ortsrat im Oktober den Antrag an die Gemeindeverwaltung, dass diese prüfen möge, ob das Fest nun wieder auf den Marktplatz zurückkehren könne. In der Ortsratssitzung am Donnerstagabend teilte die Verwaltung nun das Ergebnis der Prüfung mit: Das Marktfest kehrt in diesem Sommer wieder auf den Marktplatz zurück. Es wird auch wieder gemeinsam mit Herbstmarkt und Kirmes auf die Beine gestellt. Die Großveranstaltung beginnt am Freitag, 31. August, und endet am Sonntag, 2. September.


Dass das Marktfest wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren wird, gefiel dem Ortsrat. Dass es aber wieder zusammen mit dem Herbstmarkt ausgerichtet werden soll, gefiel nur der CDU und der SPD. Die Linke war dagegen und stellte den Antrag, dass das Marktfest wieder -- wie früher – am zweiten Augustwochenende gefeiert werden solle, der Herbstmarkt später. „Damit hätten wir zwei Highlights und würden wieder Besucher zurückgewinnen“, begründete Patricia Dillinger (Linke) den Antrag. Sie bedauerte dabei, dass der Ortsrat zwar für die Planung des Herbstmarktes, aber nicht für die Planung des Marktfestes zuständig ist, das laut KSVG in der Zuständigkeit der Verwaltung liegt.

Was Patricia Dillinger sehr ärgert: „Ich bin schon öfters darauf angesprochen worden, dass man den Ortsrat gar nicht mehr braucht. Unsere Zuständigkeiten werden immer mehr beschnitten.“ CDU und SPD wollten den Antrag der Linken nicht unterstützen. Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU) sprach sich deutlich für eine Fortsetzung der Großveranstaltung mit drei Festen aus: „Alle Feste profitieren dabei voneinander. Auch für die Standbetreiber ist es vorteilhaft, weil sie ihre Sachen einen Tag länger verkaufen können und somit die Standmiete besser tragen können.“



Ähnlich Lukas Hubig (SPD): „Wir plädieren für eine gemeinsame Veranstaltung mit Marktfest, Herbstmarkt und Kirmes. Sie profitieren in der Tat voneinander.“ Die Linksfraktion hatte in der Begründung ihres Antrages geschrieben, dass der Ortsrat am 7. Juli 2016 beschlossen habe, Marktfest und Herbstmarkt wieder zusammenzulegen.

Dieser Begründung widersprach Dennis Detzler (CDU) energisch. Und weil der Ortsrat für die Planungen zum Marktfest nicht zuständig sei, könne er auch keine Verlegung des Marktfestes beschließen, betonte Hubig. Heiko Walter ergänzte: „Wir könnten höchstens eine Bitte formulieren.“ Patricia Dillinger zog ihren Antrag daraufhin wieder zurück, kritisierte jedoch: „Uns ist von der Verwaltung übel mitgespielt worden.“

Das Riegelsberger Marktfest 2017 – mit Feuerwerk – .vor dem Rathaus.
Das Riegelsberger Marktfest 2017 – mit Feuerwerk – .vor dem Rathaus. FOTO: Andreas Schlichter