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Das ganze Jahr 2018 über wird gefeiert

Das ganze Jahr 2018 über wird gefeiert

Der 725. Geburtstag von Walpershofen soll kommendes Jahr groß gefeiert werden. Ideen gibt es schon, konkrete Entscheidungen allerdings noch nicht.

Im nächsten Jahr wird Walpershofen 725 Jahre alt. Deshalb hatte der Ortsrat bereits im Februar vor einem Jahr beschlossen, dieses Jubiläum "in gebührender Form" zu feiern (die Saarbrücker Zeitung berichtete). "Gebührend" heißt, dass man sich nicht mit einer Festwoche zufrieden geben will, sondern die Feierlichkeiten über das ganze Jahr ausdehnen möchte.

Programmvorschläge gibt es schon eine Menge. Allerdings noch keine konkreten Pläne: "Wir haben noch Diskussionsbedarf", sagte Ortsvorsteher Werner Hund (CDU) in der Ortsratssitzung am Mittwochabend. So soll beispielsweise festgelegt werden, unter welchem Motto das Jubiläum steht, welches Programm im Detail angeboten wird und ob sich der Ortsrat oder das Bürgerforum um die Organisation kümmert.

Auch die Riegelsberger Gemeindeverwaltung hat schon einen Programmvorschlag eingebracht: Sie hat angeboten, den Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag, 14. Januar 2018, nicht in der Riegelsberghalle, sondern in der Walpershofer Köllertalhalle auszurichten. Dieser Neujahrsempfang könnte dann auch die Auftaktveranstaltung für alles sein, was im Laufe des Jahres im Rahmen der 725-Jahr-Feier noch folgen wird. Unter anderem wurde vorgeschlagen, große Vereinsfeste - wie das Fischerfest, das Sportfest des Fußballvereins oder das Brückenfest der SPD - durch eine finanzielle Unterstützung aufzuwerten und "jubiläumsreif" zu machen. Gemeindeveranstaltungen, wie "Comedy im Herbst" oder die Kunstausstellungen in der Rathausgalerie, könnten im "Jubiläumsjahr" nach Walpershofen verlegt werden. An eine Karnevalsveranstaltung oder ein Jubiläumskonzert ist ebenfalls gedacht. Und die große Fest-Chronik aus dem Jahre 1993 (als Walpershofen 700 Jahre alt wurde) will der Jahrbuchverein Walpershofen fortschreiben.

Der Ortsrat machte weitere Programmvorschläge. So brachte Myriam Blaß (CDU) einen "Dorfspaziergang" und einen Festakt sowie einen Fotowettbewerb unter dem Motto "725" zur Sprache. Sie rief außerdem dazu auf, "den Spirit", der im Ort seit dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" herrsche, zu nutzen und neben den Vereinen auch Privatpersonen anzusprechen und einzubinden.

Es gab auch ein paar Vorschläge zum Schmunzeln: "Der Kleintierzuchtverein könnte 725 Hähnchenschlegel braten, dann könnten wir die längste Hähnchentheke der Welt anbieten", scherzte Ralph Schmidt (CDU). Und Ratsmitglied Wolfgang Heß (SPD) meinte augenzwinkernd: "Und ein Schnitzel kostet im Jubiläumsjahr 7,25 Euro."

Ortsvorsteher Werner Hund will keine Idee gänzlich ausschließen: "Wir sollten durchdiskutieren, was machbar ist." Axel Liehn (Linke) regte an, "noch ein besonderes, herausragendes Highlight" ins Programm aufzunehmen.

Doch Bernd Schampel (SPD) hält das gar nicht mehr für nötig: "Wenn wir das Bürgerforum zusammentrommeln, dann kommen so viele Klasse-Ideen, dass wir ein Highlight nach dem anderen haben werden." Der Ortsrat möchte das Programm im ersten Halbjahr 2017 unter Einbindung der Vereine und des Bürgerforums festschreiben.

Zum Thema:

Bericht zur Walpershofer 700-Jahr-Feier Am 26. Juni 1993 stand zur Walpershofer 700-Jahr-Feier in der Saarbrücker Zeitung: "Schwungvoll eröffnet wurde die große, viertägige Zeltveranstaltung, die Walpershofen zur Zeit als Höhepunkt seiner 700-Jahr-Feier durchführt. Die Dorfgemeinschaft hatte eine gute Hand, dass sie sich die 501. Prämienauslosung des Sparvereines Saar an Land zog. Das Festzelt war proppenvoll. 760 Gäste in und gut 200 weitere vor dem Zelt boten einen würdigen Rahmen. Das Interesse war nicht nur deshalb so groß, weil es 130 061 Geld- und Sachpreise im Werte von 1,4 Millionen DM zu gewinnen gab, sondern auch, weil Walpershofen mit Veranstaltungen dieser Art nicht gerade reich gesegnet ist. Otwin Darm, 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, meinte dann auch, ‚dass es ein solches Ereignis in Walpershofen schon lange nicht mehr gab'. Und das stimmte, und alles funktionierte perfekt. Technik, Organisation und Durchführung trugen die Handschrift von Profis. Und das Programm genügte hohen Ansprüchen guter Unterhaltung. Als Stargäste traten Angela Branca und Michael Morgan auf, die mit Eigenkompositionen und Hits der letzten Jahre das Publikum begeisterten. Die Stimmung zum Kochen brachte Lou Köhler, der als ‚Telefonist aus dem Riegelsberger Rathaus' mit Interna über Bürgermeister, Ortsvorsteher und Walpershofer Bürger verblüffte . . ."