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Computer-Technik als Lerninstrument

Computer-Technik als Lerninstrument

Stolz ist man an der Riegelsberger Leonardo-Da-Vinci-Schule über die besonders umfangreiche technische Ausstattung. So wird das (Lern-)Interesse der Kinder auch durch den Einsatz von Tablet-Computern und „intelligente Tafeln“ geweckt, erfuhr der Besucher beim Tag der offenen Tür.

Auf den ersten Blick bietet sich am Samstagvormittag an der Gemeinschaftsschule in Riegelsberg ein gewohntes Bild beim Tag der offenen Tür. Der soll Eltern, aber auch Grundschulkindern in diesen Wochen dabei helfen, die richtige Schulwahl zu treffen. Und auch in Riegelsberg werden die Kinder und Eltern erst einmal mit verführerischem Waffelduft begrüßt und dem Angebot, einfach mal in die Unterrichtsstunden reinzuschnuppern. Doch schon beim Besuch der Klasse 5 bei Andrea Glesser, die für den Französisch-Unterricht zuständig ist, bietet sich dann ein ganz anderes Bild: Mit Tablets ausgestattet übernehmen die Jungen und Mädchen bei ihr die Lösungen vom "Smart Board" in ihrem Klassenraum. Mehr als 20 dieser hochmodernen Smart Boards (gewissermaßen mit Computertechnik verknüpfte Tafeln, die Geschriebenes speichern und auch als Projektionsfläche dienen können), erklärt Schulleiter Günter Engel, stehen der Schule zur Verfügung. "Zusammen mit dem Schengen Lyzeum sind wir die im IT-Bereich am modernsten ausgestattete Schule", erklärt er.

Dass die neuen Lernmöglichkeiten nicht nur "herumstehen", sondern auch angewendet werden, beweist Andrea Glesser auf eindrucksvolle Weise: Zusammen erarbeiten ihre Schüler die Aufgabenstellungen, danach darf jeder mit seinem Tablet-Computer ein Foto von den richtigen Lösungen machen.

Zur Entspannung, aber auch zum gleichzeitigen Vertiefen der Vokabeln wird ein Ratespiel gestartet. Beobachtet wird die Lernsituation dabei von Philipp aus Köllerbach und Tom aus Walpershofen. Die beiden Grundschüler schauen sich ganz genau in ihrer möglicherweise neuen Schule um, landen dabei im Unterricht der Klasse fünf. "Das gefällt mir richtig gut mit dem Tablet", bekennt Tom. Für ihn ist damit die Suche nach der richtigen Schule schon beendet, zusammen mit seiner Mama, die auch schon in Riegelsberg war, will er sich hier anmelden.

Für Philipp ist es dagegen noch nicht sicher, wo die Reise hingehen wird: "Wir haben uns drei Schulen angeschaut. Wir entscheiden zusammen, wohin ich gehe", erzählt er. Auch ihm gefällt die Arbeit am Smart Board, ganz neu ist es für ihn aber nicht: "Das haben wir in der vierten Klasse auch bekommen." Papa Ulrich Jost ist auch noch nicht ganz sicher, welche Schule die richtige sein wird: "Der Französisch-Unterricht hier ist auf jeden Fall sehr interessant gestaltet, doch am Ende werden wir unseren Sohn dort anmelden, wo er sich am wohlsten fühlt." Neben der Gemeinschaftsschule, sagt er, komme durchaus auch das Gymnasium in Frage.

"Wir sind eine Schule für jedes Kind, bieten eine angenehmen Lernatmosphäre und haben den Vorteil, mehr Zeit zum Abitur zu haben", erklärt Schulleiter Engel. Die Schule, die im Schwerpunkt musisch-kulturell ausgerichtet ist, betont er, ist stolz darauf, dass es etwa 30 Prozent Gymnasialempfehlungen nach Klasse zehn gibt. Für ihn ist es "ein klarer Vorteil, dass die Schullaufbahn an Gemeinschaftsschulen deutlich später entschieden wird".

Zum Thema:

Auf einen Blick An der Leonardo-da-Vinci-Gemeinschaftsschule Riegelsberg werden 450 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen von 42 Lehrern unterrichtet. Französisch ist erste Fremdsprache, Schulleiter ist Günter Engel. Infos: Tel. (0 68 06) 9 92 10 oder per E-Mail an: info@ledavis.de ledavis.de