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CDU fordert Verkehrskonzept für neue Riegelsberger Ortsmitte

CDU fordert Verkehrskonzept für neue Riegelsberger Ortsmitte

Riegelsberg. Im Zusammenhang mit der geplanten Neugestaltung des Riegelsberger Marktplatzes (die SZ berichtete) fordert die CDU-Fraktion im Gemeinderat ein Verkehrskonzept für die neue Ortsmitte. Die bisherigen Untersuchungen zu diesem Thema seien unzureichend, meint Dr. Volker Christmann, der Fraktionsvorsitzende

Riegelsberg. Im Zusammenhang mit der geplanten Neugestaltung des Riegelsberger Marktplatzes (die SZ berichtete) fordert die CDU-Fraktion im Gemeinderat ein Verkehrskonzept für die neue Ortsmitte. Die bisherigen Untersuchungen zu diesem Thema seien unzureichend, meint Dr. Volker Christmann, der Fraktionsvorsitzende. In der Januar-Sitzung des Bauausschusses habe Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) das Ergebnis einer verkehrsplanerischen Untersuchung zur Erschließung des neuen Marktplatzes vorgelegt.

Diese "beschränkte sich jedoch leider auf die von Bürgermeister Häusle favorisierte Idee, die Ein- und Ausfahrt des neuen Marktplatzes in die Marienstraße zu verlegen. Dies ist aus Sicht der CDU vollkommen unzureichend. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum Häusle den Untersuchungsauftrag alleine auf die von ihm favorisierte Lösung beschränkt hat, welche mit einigen offensichtlichen Nachteilen behaftet ist", betont Christmann.

Die CDU-Fraktion fordere ein Verkehrskonzept, das dem Verkehrsfluss auf der Saarbrücker Straße ebenso Rechnung trage wie der Zu- und Abfahrt des neuen Marktplatzes und der Verkehrsführung in den angrenzenden Bereichen. Hierbei könnten nach Vorstellungen der CDU Einbahnstraßenregelungen im Bereich Marienstraße und Rathausstraße sinnvoll sein. Christmann kündigt an, eine Arbeitsgruppe der CDU werde hierzu eigene Vorschläge erarbeiten.

Eine Entscheidung in dieser Frage sei noch nicht gefallen, die habe letztlich der Gemeinderat zu treffen, sagte Häusle gestern. Auch er habe sich keineswegs auf eine Lösung festgelegt, wie von der CDU behauptet, ergänzte der Bürgermeister. Der muss sich auch von Dennis Detzler, dem Vorsitzenden der Jungen Union (JU) Riegelsberg, Kritik anhören.

Die Verwaltungsspitze habe anscheinend ein großes Problem, was ihre Öffentlichkeitsarbeit betrifft, meint Detzler. Die Grundidee, bei der Gestaltung des Zentrums die Bürger mitreden zu lassen, sei sinnvoll. Dann müssten die Entwürfe für den neuen Marktplatz aber auch offengelegt werden. In der letzten Ortsratssitzung sei es beim Thema "Marktplatzneugestaltung" zu Irritationen gekommen, wünschten sich die Ratsmitglieder doch, im öffentlichen Teil der Sitzung über den Sachstand informiert zu werden. Detzler: "Erst auf Nachfrage der CDU-Fraktion wurde das Thema behandelt. Aber augenscheinlich möchte Bürgermeister Häusle dies nur in nichtöffentlichen Ausschüssen des Gemeinderates behandeln." Der JU-Chef weiter: "Die Bürger haben ein Recht, alle bisher entstandenen Entwürfe des Architekturbüros einzusehen. Sie sind öffentlich im Büro des Zentrumsmanagers zugänglich zu machen. Nur so können gemeinsame Ideen entwickelt werden." Dazu Häusle: "In diesem Prozess sind viele Akteure zu berücksichtigen. Es gilt, einen Weg zu finden, damit möglichst alle parallel auf dem gleichen Kenntnissstand mitdiskutieren können." me