Bühne für mehr als 70 junge Künstler

Riegelsberg · Sechs Veranstaltungen umfasste die Reihe „Music was my first Love“ in Riegelsberg. „Mehr als 70 junge Künstler, die bereits Musik auf einem hohen Niveau machen, waren diesen Juni bei uns“, bilanzierte Organisatorin Annerose Nill.

Mit dem Konzert unter dem Motto "Duo plus" ging am Donnerstagabend in der Rathausgalerie in Riegelsberg die Reihe "Music was my first Love - junge Talente präsentieren ihre Musik" zu Ende. Die Termine waren bis auf das Schlusskonzert sehr gut besucht, wie Annerose Nill vom Riegelsberger Kulturamt berichtet, die mit Petra Laufer die Reihe organisiert hat. Dass zum Abend mit "Duo plus" nicht mehr gekommen waren, könnte auch am stürmischen Wetter gelegen haben.

Zuhörer schnippen mit

Die junge Musikerin Kari Linn Seim zeichnet für "Duo plus" verantwortlich. Sie erklärt auch, was es damit auf sich hat. "Eigentlich basiert heute alles auf einem Duo, es kann aber auch gerne mehr oder auch mal weniger sein." So dominiert im ersten Teil Gitarrenstudentin Michelle Cojocaru an Klavier, Gitarre und Gesang. Duo-Partnerin ist Kari, die aber nur gelegentlich am Kontrabass begleitet. Balladen singt Michelle, wie "Who do you think you are?" oder das flotte "Gliding to the Rainbow". Beim jazzigen "Get better soon" schnippen die Zuhörer mit. Mit "Good Night", das sie auf einer Archtop-Gitarre begleitet, verabschiedet sie sich. Tim Beuren und Gianna de Fazio bilden dann ein echtes Gitarren-Duo. Sie beginnen klassisch spanisch. Und gerade als der ruhigste Teil ihres tollen Beitrags läuft, wird es turbulent. Überraschend ziehen starker Wind und ein Wolkenbruch über das Rathaus. Die Künstler beeindruckt das kaum, sie setzen ihr Spiel professionell fort. Schließlich zeigen die beiden, dass sie auch modernere Musik mögen. So spielen sie als Zugabe einen rockigen Blues.

Saxophon und Schlagzeug

Zum Abschluss gibt es ein Doppelduo. Luise Jahndel am Saxophon, Andrej Gouverneur am Schlagzeug, Joshua Fux an der Hammond-Orgel mit Leslie-Verstärker und Kari Linn am Kontrabass mögen es unüberhörbar jazzig. "Mehr als 70 junge Künstler, die bereits Musik auf einem hohen Niveau machen, waren diesen Juni bei uns", sagt Nill. Die Reihe war im Vorjahr begonnen worden, um solch jungen Musikern eine Auftrittsmöglichkeit vor Publikum zu bieten.

Der Juni bot sich als geeigneter Zeitpunkt an. Nill: "Dann ist das Abitur geschrieben, die Zeugnisse sind in trockenen Tüchern, und der Urlaub steht erst noch bevor." Weiter sagt sie: "Hier gibt es Musik von jungen Leuten für junge Leute. Und wenn ich mir das Publikum so anschaue, geht das voll auf."

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