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Blick in die Zukunft von Walpershofen: Konzept mit 50 Ideen

50 Ideen für den Ort : Ein Blick in die Zukunft von Walpershofen

Ein Konzept nennt 50 Einzelpunkte zur Weiterentwicklung des Ortes. Nicht alle werden umgesetzt, doch Geld steht schon bereit.

Wie Walpershofen weiterentwickeln? Rund 50 Maßnahmen hat das Völklinger Ingenieurbüro Agsta Umwelt GmbH im Rahmen des „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ (ISEK) ausgearbeitet, um den Riegelsberger Ortsteil auf lange Sicht zu stärken. 5,7 Millionen Euro würde dieses Paket kosten, Zwei Drittel davon sind förderfähig. Doch Bürgermeister Klaus Häusle machte bei der Präsentation dieses Maßnahmenpaketes in der Köllertalhalle deutlich: „Es ist bisher nur eine Ideensammlung, nicht alles wird umgesetzt werden können, aber Walpershofen wäre damit für die Zukunft gerüstet.“

Ähnlich sieht das Sebastian Ernst von der Agsta Umwelt GmbH, der die Ideen rund 40 Interessierten vorstellte. Die Wichtigsten: Die ehemalige Grundschule könnte renoviert und als Mehrgenerationenhaus genutzt werden. Der Ex-Schulgarten soll geöffnet werden. Großräumig saniert werden soll der Festplatz hinter der Köllertalhalle. Hier schlägt Agsta vor, die Zufahrt von der Salbacher Straße her zu erweitern, die Festplatzfläche „multifunktional“ zu nutzen, Grünflächen anzulegen, Bäume zu pflanzen, die Kanalisation des Steinbachs aufzuheben und den Bach zu renaturieren sowie eine Brücke über den Steinbach zu bauen. Vorgeschlagen wird auch, einen Fahrradübungsplatz anzulegen, Parkplätze zu reduzieren und eine Skaterrampe sowie Gastronomie zu integrieren. Der Platz am Kelterhaus sowie um die katholische Kirche, der Weg von der Kirche zur Salbacher Straße, der Vorplatz der Köllertalhalle in der Herchenbacher Straße und der Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses sollen einheitlich gepflastert werden. Die Fassaden der katholischen Kirche und des Feuerwehrgerätehauses will man neu gestalten. In der Ortsmitte am Bach werden weitere Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer vorgeschlagen, der Köllertal-Radweg soll bis Heusweiler verlängert werden, und vom Festplatz bis zum Oweiher soll ein Fußweg entstehen.

Angedacht ist auch ein Rundwanderweg um das Sanierungsgebiet herum, beginnend am Festplatz, endend an der ehemaligen Sparkasse. Alle Wege und Plätze in dem insgesamt 3,4 Hektar großen Sanierungsgebiet sollen einheitlich beschildert werden, damit das ganze Gebiet als Freizeitbereich wahrgenommen wird, sagte Sebastian Ernst. Zudem will man Leerstände beseitigen oder modernisieren. Hauseigentümer, die ihre Immobilien im Fördergebiet sanieren wollen, könnten dafür Fördergelder erhalten. Dazu werde es nach der Sommerpause eine Informationsveranstaltung geben, kündigte Bürgermeister Häusle an. Er sagte auch zu: „Konkrete Planungen werden noch in diesem Jahr in Auftrag gegeben, das Geld steht bereit.“

Mit der Umsetzung soll 2021 begonnen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Neugestaltung des Festplatzes, danach ist der Bereich um das Feuerwehrgerätehaus an der Reihe. Häusle betonte auch: „Bei allen Planungen werden die Bürger mit eingebunden.“