Beton muss nicht grau sein

Mit Pinsel, Farbe und originellen Motiven sorgten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unterschiedlichen Herkunftsländern für mehr Farbenfreude an der Seniorenresidenz in Riegelsberg.

Triste Betonwände etwas freundlicher gestalten: Vier Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus mehreren Ländern bemalen seit Anfang Mai eine lange Betonmauer vor dem Seniorenheim St. Josef in Riegelsberg . Die Mauer am Eingangsbereich wird an mehreren Tagen pro Woche von russischen, syrischen und afrikanischen Schülern und deren Eltern mit wetterfester Farbe gestaltet. Inzwischen zieren bunte Schmetterlinge, Fuchs und Reh, Pfau und Eule, fantasievolle Vögel und ein ganzer Wald mit Bäumen und Blumen die 17 Meter lange Betonwand. Margit Schorr vom Seniorenheim konnte die Riegelsberger Künstlerin Monika Künzel dafür gewinnen, das Projekt zu betreuen. Finanziert wird es von der "Aktion Mensch".

"Da die Künstler aus aller Herren Länder ganz unterschiedlich malen, habe ich eine Skizze mit Tieren und Pflanzen erstellt, die zum einen den Senioren bekannt sind, und zum anderen zur Orientierung der kleinen und großen Maler dient", schildert Monika Künzel. "Einige Figuren habe ich auch mit Farbstift an der Wand vorskizziert oder als Druckformen erstellt. Danach haben alle munter drauflos gemalt."

"Nun haben wir ein richtiges Paradies vor der Tür", meint Lothar Blass (76), Bewohner des Seniorenheimes, dem besonders der Fuchs gut gefällt. Helga Pauly (80) schwärmt für das Reh und freut sich sehr darüber, den Kindern beim Malen zuzusehen.

Während Monika Künzel und Martina Leid noch die letzten Pinselstriche auftragen, beschäftigt sich Margit Schorr schon in Gedanken mit der Planung des Sommerfestes, an dem alle Maler zur offiziellen Vorstellung ihres Kunstwerkes eingeladen werden.