Beschlossen: Riegelsberg bekommt Seniorentreff in Walpershofen

Hin und Her trotz Einigkeit : Seniorentreff kommt zunächst auf Probe

Einrichtung soll in früherer Sparkasse entstehen.

Der Riegelsberger Gemeinderat hat das Seniorenkonzept der Gemeinde auf den Weg gebracht. Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) stellte das Konzept vor. Zentraler Punkt ist ein neuer Seniorentreff. „Der ideale Ort dafür ist aus meiner Sicht die ehemalige Sparkasse in Walpershofen“, so Häusle. Das Gebäude stehe leer und werde zum Verkauf angeboten. Häusle hat Verhandlungen mit dem Sparkassenvorstand geführt. Ergebnis: Die Sparkasse ist einverstanden, dass die Gemeinde das Gebäude für ein halbes Jahr mietet, in dieser Zeit Erfahrungen sammelt und sich erst dann für oder gegen einen Kauf des Hauses entschließt.

„Der Seniorentreff soll eine Anlaufstelle für ältere Menschen, ein offener Treffpunkt für alle Bürger und das alles ohne Verzehrpflicht sein“, sagte Häusle. Die Senioren sollen sich treffen, austauschen, gemeinsame Aktivitäten planen oder durchführen können sowie Hilfe und Beratung finden. „Dafür wollen wir Sprechstunden und Infoveranstaltungen zu Themen wie Vorsorgevollmacht oder Besteuerung der Rente anbieten“, sagte Häusle.

Er verwies darauf, dass man beim Kauf des Gebäudes (Kaufpreis 198 000 Euro) Fördergelder in Höhe von bis zu zwei Dritteln des Kaufpreises bekommen würde. Damit sei auch die von einigen als Alternative vorgeschlagene alte Walpershofer Schule vom Tisch: „Eine Sanierung würde zwei Millionen Euro kosten, und es gibt keine Zweidrittelförderung. Das steht in keinem Verhältnis zu meinem Vorschlag“, so Häusle. Auch die Mitarbeiter des Seniorentreffs würden keine direkten Kosten verursachen, da die Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Heusweiler/Riegelsberg (ABG) das Personal stellen werde.

Häusle betonte: „Es ist ein Angebot nicht nur für Walpershofen, sondern für ganz Riegelsberg.“ Die Infrastruktur in Walpershofen sei einfach ideal: „Dort ist ein Saarbahnhaltepunkt, ein Haltepunkt der Linie 142, und es gibt ausreichend Parkplätze, falls die Senioren mit dem Auto gefahren werden.“

Alle Fraktionen zeigten sich von dem Konzept begeistert. Die CDU bat allerdings um einen kleinen Aufschub, bis man auch den Walpershofer Ortsrat gehört habe. Der Grund seien die Irritationen, die es bei Geschäftsleuten gegeben hat: Der Besitzer eines Walpershofer Cafés und die Besitzer einer Speisegaststätte befürchten, dass ihr privatwirtschaftliches Engagement untergraben wird, wenn die Gemeinde mit Steuergeldern ein zweites Café im Dorf eröffne.

Häusle sagte dazu, mit einer Anhörung des Ortsrates verliere man einen Monat Zeit. SPD, Grüne und Patricia Dillinger (Linke) lehnten schließlich den CDU-Antrag mit 16 Stimmen gegenüber 15 Stimmen von CDU und Linken ab. Dem Seniorenkonzept stimmte der Gemeinderat dann fast geschlossen zu.

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