Bei Übung wurde kräftig Gas gegeben

Bei Übung wurde kräftig Gas gegeben

Das Petrusheim „brannte“ nach einer Gasexplosion: Nachwuchs von Wehr und THW bewährte sich im Test-Einsatz.

Zum "Tag der Jugendhilfsorganisationen" waren die Jugendfeuerwehren aus Riegelsberg und Walpershofen sowie die THW-Jugend Riegelsberg am Samstag zu einer gemeinsamen Übung angetreten. - Und bei dem Übungsszenario, das sich Gemeindejugendbetreuer Mathias Martini ausgedacht hatte, ging es ordentlich zur Sache: Im Sanitärbereich des Petrusheims der Kirchengemeinde Walpershofen hatte sich in der Zwischendecke unbemerkt Gas angesammelt. Als der Hausmeister das Licht einschaltet, entzündet sich das Gas.

Der Hausmeister wird durch die Explosion zu Boden geworfen. Im Obergeschoss werden durch die Druckwelle Schränke umgeworfen und begraben eine Person unter sich. Im großen Saal im Erdgeschoss sind derweil Mitglieder der Pfarrgemeinde mit Vorbereitungen beschäftigt, sie bemerken, dass Rauch unter der Tür durchkommt und ihnen der Fluchtweg abgeschnitten ist. Unterdessen kann sich der Hausmeister durch das Fenster zum Hof ins Freie retten. Er läuft zum nächsten Haus und wählt den Notruf. Kurz darauf werden die Feuerwehr Riegelsberg und das THW Riegelsberg über Sirene alarmiert.

Als die Einsatzkräfte am Petrusheim ankommen, dringt dichter Rauch aus den Fenstern im Erdgeschoss. Glühende Funken werden vom Wind in Richtung Kirche getragen, auf dem Dach der Kirche sind bereits erste Glutnester zu erkennen. Einsatzleiter Marvin Frey vom Löschbezirk Walpershofen entschied sich nach Erkundung der Lage sowohl für eine Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes als auch für einen umfassenden Löschangriff am Petrusheim und der Kirche. Unter Leitung von Oliver Schneider übernahm die Walpershofer Wehr die Brandbekämpfung und Menschenrettung im Inneren des Petrusheims. Die Riegelsberger Wehr unter Leitung von Florian Weber war mit der Wasserversorgung sowie Löscharbeiten im Außenbereich beschäftigt und errichtete eine Wasserwand zum Schutz der Kirche.

Die THW-Jugend unter Leitung von Markus Bücher wurde zur Rettung der Person im ersten Obergeschoss mittels schiefer Ebene beauftragt. Sehr schnell konnten alle gerettet und das Feuer gelöscht werden.

Insgesamt nahmen an der Übung 40 Kinder und Jugendliche mit Betreuern teil. Rund 80 Zuschauer konnten sich davon überzeugen, dass die Riegelsberger Hilfsorganisationen hervorragende Arbeit leisteten. Bei der anschließenden Übungsbesprechung sagte Bürgermeister Klaus Häusle: "Die Gemeinde kann stolz sein auf die Leistungen an diesem sehr heißen Tag." Auch Harald Ströhle aus Püttlingen, der neue stellvertretende Jugendbeauftragte im Regionalverband Saarbrücken, war voll des Lobes: "Ich habe heute von Feuerwehr und THW eine tolle Übung gesehen." Er regte an, die Zusammenarbeit untereinander noch weiter zu intensivieren.

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Mit der "Jugendflamme Stufe 1" wurden im Anschluss an die Übungsbesprechung sieben Angehörige der Jugendfeuerwehren ausgezeichnet: Mateo Paoli, Nelly Roth, Silas Stavrianos, Jerome Will, Florian Zimmer, Yannick Wagner (alle aus Riegelsberg) und Yannick Zimmer (Walpershofen).

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