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Ausgetreten: Das Tretbecken gibt’s nicht mehr
Die Kneippanlage Riegelsberg gibt’s fürs erste nicht mehr

Die Kneippanlage in Riegelsberg, hier im Juli 2011 mit dem damaligen Kneippverein-Vorsitzenden Werner Barkey, wurde wegen ständiger böswilliger Zerstörungen und Verschmutzungen aufgegeben.
Die Kneippanlage in Riegelsberg, hier im Juli 2011 mit dem damaligen Kneippverein-Vorsitzenden Werner Barkey, wurde wegen ständiger böswilliger Zerstörungen und Verschmutzungen aufgegeben. FOTO: Fred Kiefer
Riegelsberg. Schuld sind wenige, augenscheinlich mehr boshafte als intelligente Zeitgenossen, die Allgemeinheit hat’s auszubaden: Die erst im März 2011 eröffnete Kneipp-Anlage zwischen Freibad und Sportplatz Am Wäldchen ist außer Betrieb genommen worden, so Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU) im Ortsrat. Von Fredy Dittgen

Schon in den vergangenen Jahren war es an dem Wassertretbecken und am Armbecken immer wieder zu starken Verschmutzungen und Vandalismus gekommen. Ständig wurde das Becken durch Glasscherben und sogar Hundekot verunreinigt. Die Info-Tafel und die beiden Becken wurden mit Graffiti besprüht, Wassereinläufe am Armbecken abgeknickt. Zwar kontrollierte die Polizei die Anlage stichprobenartig und der Kneippverein Riegelsberg reparierte die Schäden immer wieder und reinigte die Becken, doch alles war letztlich vergeblich. Die Täter wurden nie ermittelt. „Der Kneippverein sagt, die Situation war suboptimal. Trotz der Reinigungen kam es weiterhin zu Vermüllungen. Das Glas im Becken war eine Unfallgefahr, das Becken musste außer Betrieb genommen werden, was ich grundsätzlich bedauere“, sagte Heiko Walter.


Immerhin: Einen neuen Standort für Tretbecken, Armbecken und die Info-Tafel haben die Riegelsberger Verwaltung und Kneippverein schon im Auge: Der Platz hinter dem Seniorenheim am Rathaus käme in Frage. Zurzeit werde von der Gemeindeverwaltung geprüft, ob und mit welchem Aufwand das Becken dorthin versetzt werden könnte. Hierzu wird auch eine Kostenschätzung aufgestellt und mit dem Kneippverein und der AWO diskutiert. Heiko Walter geht davon aus, dass es günstiger wäre, die Anlage an der neuen Stelle gleich neu zu bauen statt die alte Anlage erst aus- und dann wieder einzubauen.