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Auf den Stapel, fertig, los . . .

Riegelsberg. "Die besten Staplerfahrer kommen vom Rhein", lachte Marco Tanghe aus Remagen selbstbewusst. Tanghe hatte beim 4. Staplercup - der südwestdeutschen Meisterschaft für Gabelstaplerfahrer - den vierten Platz unter 40 Startern belegt. Und die Zahlen geben Tanghe recht: Unter den ersten zehn bei diesem Wettbewerb landeten acht Rheinländer Von SZ-Mitarbeiter Fredy Dittgen

Riegelsberg. "Die besten Staplerfahrer kommen vom Rhein", lachte Marco Tanghe aus Remagen selbstbewusst. Tanghe hatte beim 4. Staplercup - der südwestdeutschen Meisterschaft für Gabelstaplerfahrer - den vierten Platz unter 40 Startern belegt. Und die Zahlen geben Tanghe recht: Unter den ersten zehn bei diesem Wettbewerb landeten acht Rheinländer. Von den gestarteten 30 Saarländern konnten sich nur der Dirk Müller aus Büschfeld (5. Platz) und Alfred Theobald aus Homburg (8. Platz) unter die Phalanx der Rheinländer schieben. Ausgerichtet wurde der Cup von der Riegelsberger Firma Jungbluth.



Sieger Marco Wedhorn

Geschäftsleiter Frank Mathieu erklärte: "Bisher fand dieser Wettbewerb immer in Koblenz statt. Dort ist er stets ein Großereignis gewesen. Wir hatten im Vorfeld Bedenken, ihn auch im Saarland auszurichten, weil wir eine geringe Resonanz fürchteten. Doch auf unserem Firmengelände im Mühlengarten waren rund 250 Leute. Das war prima, und künftig findet der Wettbewerb sowohl in Koblenz als auch im Saarland statt."

80 Staplerfahrer aus der Region Koblenz und dem Saarland wollten teilnehmen. "Das hätte unsere Kapazitäten überschritten. Deshalb qualifizierten sich die besten zehn des Vorjahres plus weitere 30 Ausgeloste", so Mathieu. Die Staplerfahrer mussten mit ruhiger Hand drei verschiedene Parcours absolvieren: Nummerierte Stahlbehälter mussten in die richtige Reihenfolge gebracht werden, ein großer Ball musste ohne Berührung durch einen Metallring geführt werden, und Paletten mussten auf einen Lkw gestapelt werden. Und das alles präzise und so schnell wie möglich.

Die zehn Zeitbesten qualifizierten sich fürs Finale, wo neun Metallkisten umgestapelt werden mussten. Die Meisten schafften das in fünf bis sechs Minuten. Weniger als fünf Minuten brauchten nur Sascha Ermert aus Kruft (4:58:08 Min.), der für seinen dritten Platz 150 Euro bekam, und Steffen Theissen aus Sinzig (4:11:49 Min.), der als Zweiter 300 Euro kassierte. Sieger wurde Marco Wedhorn aus Kruft, der mit der Fabelzeit von 3:57:44 Minuten unschlagbar war und freudestrahlend 500 Euro einsteckte. "Ich kann das Geld gut gebrauchen. Wir erwarten unser drittes Kind, und im Werk gibt's Kurzarbeit", erzählte er uns. Theissen war Titelverteidiger gewesen, doch er gönnte Wedhorn den Sieg. "Seit drei Jahren wechseln wir uns ab. Wenn er gewinnt, werd' ich Zweiter. Und umgekehrt. Also gewinn' ich nächstes Jahr wieder." Und der Dritte, Sascha Ermert, erzählte: "Wir sind eine große Familie. Da gibt es keinen Konkurrenzkampf." Wedhorn und Theissen haben sich in Riegelsberg für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die am 26. und 27. September in Aschaffenburg auf dem Schlossplatz stattfinden. "Das ist jedes Jahr ein Riesenereignis. Es kommen bis zu 25 000 Zuschauer, und das Fernsehen überträgt die Veranstaltung", sagte Frank Mathieu. Saarländer werden dort in diesem Jahr keine starten, denn "die besten Staplerfahrer kommen vom Rhein".