Auf den Spuren der Kelten

Walpershofen. Zu einer Wanderung für historisch Interessierte machten sich am frühen Samstagmorgen 34 Wanderer auf den Weg zu den keltischen Hügelgräbern. Sie befinden sich auf einer rund ein Hektar großen Grundfläche im Waldgebiet zwischen Köllerbach, Schwarzenholz und Walpershofen

Walpershofen. Zu einer Wanderung für historisch Interessierte machten sich am frühen Samstagmorgen 34 Wanderer auf den Weg zu den keltischen Hügelgräbern. Sie befinden sich auf einer rund ein Hektar großen Grundfläche im Waldgebiet zwischen Köllerbach, Schwarzenholz und Walpershofen. Initiiert hatten die Wanderung Helmut Lange vom TV Walpershofen und Werner Barkey vom Kneippverein Riegelsberg. Die Gruppe startete an der Köllertalhalle. Von dort ging es weiter zum Oweiher und dem Sauwasen. Schließlich bog die Gruppe nach links wieder in den Wald und nach etwa 300 Metern erblickten die Wanderer den ersten von drei Grabhügeln. Auf 2500 Jahre wird das Alter der Grabstätten geschätzt. Bekannt seien die Grabhügel "schon immer", berichtete der Hobby-Historiker Lange. Aber erst im Jahr 1988 begannen die ersten systematischen, wissenschaftlich begleiteten Grabungen an den Hügeln zwei und drei. Drei Jahre später, so die Erkenntnisse von Lange, sei auch am ersten Hügel gegraben worden. In diesem Grabhügel fanden die Archäologen - im Gegensatz zu den beiden anderen - keine Steine, dafür aber mehrere Flächen mit Brandspuren und elf Gräber. Nach genauen Untersuchungen stellte sich heraus, so Lange, dass hier drei Frauen- und acht Männerbestattungen stattgefunden hätten. Besonders froh waren die Forscher über den Fund von drei Halsringen, 18 Bronzearmreifen, sieben Bronzefußringen und vier Fuß-Zierfibeln. Viel mehr konnten die Wissenschaftler nicht finden. Denn, so Lange, die im Boden vorhandene Kieselsäure habe Knochen und Holzsärge im Laufe der Jahrhunderte vollständig zersetzt. Grabhügel zwei, der geringfügig kleiner ist, sei durch Raubgrabungen zerstört worden. Der dritte Grabhügel schließlich wurde rekonstruiert. In ihm ist heute die Nachbildung eines keltischen Wagens zu bestaunen.