Auch am Salzleckerhang ist ein Windpark geplant

Auch am Salzleckerhang ist ein Windpark geplant

Im Wald zwischen Von der Heydt und Riegelsberg könnten sich auch Windräder drehen. Bürgermeister Häusle bestätigte das Interesse eines Investors, der nach SZ-Recherchen seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat.

Viele Bürger aus Riegelsberg und Holz wehren sich energisch gegen den geplanten Windpark Fröhn. Relativ still war es bisher um einen geplanten Windpark am Salzleckerhang. Diese im Flächennutzungsplan des Regionalverbandes Saarbrücken ausgewiesene Konzentrationszone für Windkraftanlagen liegt in einem Waldgebiet zwischen Von der Heydt und Riegelsberg-Süd. Ein Teil der Fläche gehört zu Saarbrücken, der andere zu Riegelsberg . Sollten dort Windräder gebaut werden, beträgt der Sicherheitsabstand zu den Wohngebieten in Riegelsberg-Süd und Hixberg-Pflugscheid 800 Meter und mehr. Matthias Diehl von der Bürgerinitiative "LebensEnergie in Riegelsberg " brachte diese Konzentrationszone in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Sprache: "Was sind die aktuellen Informationen zum geplanten Windpark am Salzleckerhang?", wollte er wissen.

Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ) sagte dazu: "Mein Kenntnisstand ist, dass es dort einen Investor gibt, der eine Voranfrage beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) gestellt hat." Bei dem Investor handelt es sich nach Recherchen der Saarbrücker Zeitung um das Unternehmen DunoAir Windpark GmbH mit Hauptsitz im niederländischen Oosterbeek. Das Unternehmen hat bereits in mehreren Ländern Europas Windparks gebaut und will im Saarland an den Standorten St. Arnual, Burbach-Pfaffenkopf, Eppelborn-Geisberg und jetzt auch in Riegelsberg am Salzleckerhang Windräder aufstellen. "Ich habe Kontakt mit dem Investor aufgenommen und ihn gebeten, sich im Gemeinderat vorzustellen", erklärte Häusle.

Diese Anfrage per Mail habe DunoAir bis jetzt noch nicht beantwortet. Dies kritisierte der Riegelsberger Rathauschef und führte als lobenswertes Gegenbeispiel die RAG Montan an. Sie habe die Bürger von Anfang an über den geplanten Windpark in der Fröhn informiert und mit einbezogen, DunoAir tue dies nicht. "Ich will damit nur sagen: Es geht auch anders", fügte Häusle hinzu. Das Unternehmen DunoAir muss die Bürger auch nicht informieren, denn nach dem Beschluss des Kooperationsrates im Regionalverband besteht Baurecht in den ausgewiesenen Konzentrationszonen. "Und dies wird, wie man am Salzleckerhang sieht, auch von anderen Investoren wahrgenommen", sagte Klaus Häusle .

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Hintergrund Im Regionalverband sind insgesamt rund 162 Hektar zur Bebauung mit Windrädern freigegeben - das entspricht knapp 0,4 Prozent der Fläche des Regionalverbandes. Rund 47 Hektar liegen auf Saarbrücker Gemarkung östlich vom Forsthaus Pfaffenkopf. Knapp 45 Hektar liegen im Fröhner Wald und am Kasberg auf Riegelsberger und Heusweiler Bann. Etwa 20 Hektar sind es Am Strebchen und am Salzleckerhand auf Saarbrücker und Riegelsberger Gebiet. Knapp 14 Hektar gibt es am Hühnerschen Berg entlang der Landstraße 163 auf Saarbrücker und Völklinger Gemarkung. dg

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