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Anregungen für Riegelsberger „Seniorenstützpunkt“
Riegelsberg plant „Seniorenstützpunkte“

Riegelsberg/Püttlingen. Im Püttlinger Seniorenbüro gab es Anregungen.

In Riegelsberg wird überlegt, in naher Zukunft für ältere Bürger Seniorenstützpunkte in Riegelsberg und im Ortsteil Walpershofen zu eröffnen. Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) hatte vor einiger Zeit im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung angedeutet, dass dafür die ehemalige Sparkasse in Walpershofen in Frage kommen könnte. Allerdings müsste die Gemeinde dieses Gebäude mieten oder kaufen. Beschlossen ist noch nichts. Für den Seniorenstützpunkt in Riegelsberg gibt es noch keinen konkreten Standort.


Um Anregungen für das Einrichten von Seniorenstützpunkten zu erhalten, besuchten Mitglieder des Riegelsberger Gemeinderats das Seniorenbüro der Stadt Püttlingen. Es hilft und berät Senioren sowie deren Angehörige in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Dies können Fragen zur Rente, zur Gesundheit und Pflege, zum Schriftverkehr mit Behörden und vieles mehr sein. Hier werde auch, so die Informationen vor Ort, noch am gleichen Tag der Anfrage geholfen – niemand werde vertröstet. Um eventuelle Hemmschwellen abzubauen, wurde die Stelle nicht im eigentlichen Rathaus integriert, sondern im Püttlinger Schlösschen ganz in der Nähe.

Auf Fragen von Hans Jürgen Marowsky, Ratsmitglied der Riegelsberger Grünen, schilderte Margret Schmidt, Teamleiterin des Seniorenbüros, Details aus der Arbeit des Büros. Sie berichtete, dass rund 80 Personen pro Monat um Rat fragen. Zudem bestehe die Möglichkeit, auch Menschen, die nicht mobil sind, in das Gebäude einzuladen. Ein kostenfreier Flyer, den man im Haus erhält, listet eine Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeit auf.



Nur wenige Schritte vom Seniorenbüro entfernt steht das Mehrgenerationenhaus. Hier können sich Menschen jeden Alters treffen, um Kaffee zu trinken, die Zeitung zu lesen, mit anderen etwas zu unternehmen oder einfach nur, um zu reden.

Es gibt ein vielfältiges Angebot wie Gymnastik, Tanz, Lese- oder Theaterkreise, Spielenachmittage, Ausflüge und vieles mehr – auch einen gemeinsamen Mittagstisch. Und jeden Sonntag öffnet ein Café.

Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Gabi Marx, betonte, dass das Haus von morgens bis abends an sieben Tage in der Woche geöffnet und jeder willkommen ist. Das Haus habe sich innerhalb kurzer Zeit in Püttlingen etabliert und werde so gut angenommen, dass sogar Unterhaltungsprogramme verschoben werden müssen, weil das Haus „aus allen Nähten platzt“.

(dg)