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Absage an die „Stadt Köllertal“

Absage an die „Stadt Köllertal“

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen – und es war prall gefüllt mit großen und kleinen Ereignissen. In unserer Serie zum Jahresabschluss werfen wir einen Blick zurück und fassen die einzelnen Monate im Köllertal in Stichworten zusammen. Unsere Serie beginnt – ganz klar – mit dem Januar, als sich die drei Bürgermeister des Köllertals auch gegen ein Zusammenlegen ihrer Kommunen aussprachen.

Eine Aneinanderreihung von Löchern ist die Straße Auf der Werth in Heusweiler – nach 40 Jahren im Vorstufenausbau – noch im Januar, als endlich der Ausbau der Straße angekündigt wird. Foto: aki. Foto: aki

Was sich die Bürgermeister für 2013 wünschten: Ein Kreis sollte es sein: Heusweilers Bürgermeister Thomas Redelberger nannte in seiner Wunschliste für 2013 unter anderem einen Verkehrskreis für die Kreuzung Trierer-, Saarbrücker- und Saarlouiser Straße, ein neues Feuerwehr-Gerätehaus und einen Investor für das frühere Heusweiler Schwimmbad.

Attraktiver werden: Klaus Häusle, Verwaltungschef in Riegelsberg, wollte das Freibad attraktiver machen, den Braschen-Sportplatz mit Kunstrasen versehen und den Rathaus-Vorplatz sowie den Marktplatz aufwerten.

Schutz vor Hochwasser: Der Püttlinger Bürgermeister Martin Speicher wollte das frühere SKF-Gelände zu einem 15 000 Quadratmeter großen Gewerbegebiet ausbauen lassen. Zudem sollte die alte Musikschule für zehn Baustellen weichen und für 700 000 Euro ein neuer Regenwasserkanal entlang des Friedhofsweges gebaut werden. Für Maßnahmen zum Hochwasserschutz in den Wohngebieten Schlehbach 1 sowie Weiherberg- und Weiherbachstraße sollte eine Million Euro ausgegeben werden.

Keine "Stadt Köllertal": Ein Gutachten fordert die schrittweise Auflösung des Regionalverbandes Saarbrücken, als Zwischenschritt wird unter anderem vorgeschlagen, die drei Köllertal-Kommunen Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg zu einer Mittelstadt zusammenzufassen. Die drei Bürgermeister sprechen sich dagegen aus.

Sternsinger: In der ersten und zweiten Januarwoche waren im Köllertal wieder die Sternsinger unterwegs. In Riegelsberg schrieben 150 Buben und Mädchen "C+M+B+13" ("Christus segne dieses Haus") auf die Haustüren.

Von Mozart bis Strauß: Das Symphonieorchester Saar-Lorraine begeisterte die Zuhörer in der Heusweiler Kulturhalle mit Werken klassischer Meister.

Räuber: Bei einem Überfall auf eine Tankstelle in Püttlingen erbeutete ein bewaffneter Mann einen dreistelligen Geldbetrag.

Graffiti gegen Graffiti: Um wilde Graffiti an den breiten Brückenpfeilern im Bereich des Saarbahn-Haltepunktes Heusweiler Markt einzudämmen, hatte die Gemeinde einen Ideenwettbewerb an der Hochschule der Bildenden Künste Saar ausgeschrieben. Die Idee von Jules Meiser, die Betonteile durch Schablonen-Besprühung zu gestalten, wurde vom Gemeinderat als anwendbar und bezahlbar akzeptiert (umgesetzt ist der Plan allerdings bisher noch nicht).

Endlich nach 40 Jahren: Das Bauamt der Gemeinde Heusweiler kündigte an, dass die Straße "Auf der Werth" in Eiweiler nach 40 Jahren im Vorstufenausbau ab Frühsommer fertig ausgebaut werden soll.

Köllertal in Weiß: Mitte Januar bescherte Frau Holle dem Köllertal eine weiße Pracht. Es gab zunächst Schnee in Hülle und Fülle und später folgten frostige Temperaturen.

Anerkennung: Der Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach wurde von der Commerzbank und dem Deutschen Olympischen Sportbund mit dem "Grünen Band für vorbildliche Talentförderung" ausgezeichnet. Die Würdigung ist mit 5000 Euro dotiert.

Der neue Riegelsberger Zentrumsmanager Hugo Kern sieht seine erste Aufgabe darin, daran mitzuwirken den Marktplatz attraktiver zu gestalten.

Die Eiweiler Vereinsgemeinschaft stiftete je 2100 Euro für den schwerkranken Malstatter Jungen Florian Brunner, an den Heusweiler Verein "Bürger helfen Bürgern" und an den Verein "Aktion Kultur für Heusweiler".