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Rettung für Schüler-Busfahrten im Saarbrücker Umland

Kostenpflichtiger Inhalt: Riegelsberg/Heusweiler/Quierschied : Rettung für alle Schüler-Busfahrten – vorerst

Buslinien aus den Umlandkommunen zu Saarbrücker Gymnasien sollten ab Montag eingeschränkt werden. Das ist vom Tisch.

Überrascht – und auch verärgert – zeigten sich Schüler und deren Eltern in Riegelsberg und Heusweiler, in Quierschied, Fischbach und Dudweiler über Aushänge an den Bushaltestellen: Für die zusätzlichen Busverbindungen, die morgens Kinder und Jugendliche zu Saarbrücker Gymnasien und Nachmittags wieder zurück bringen, waren dort Kürzungen angekündigt worden, die ab September greifen sollten. Beschwerden darüber erreichten den Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle, denn der ist auch Verbandsvorsteher des „Zweckverbandess öffentlicher Personennahverkehr auf dem Gebiet des Regionalverbands Saarbrücken“ (ZPRS).

Häusle gab nun – zumindest für den Monat September – Entwarnung: Vorerst soll für die Schüler alles beim Alten bleiben, wenn auch mit anderen Nummern der Buslinien und neuem Betreiber – „Saar Mobil“ übernimmt ab kommenden Montag von der Saarbahn: „Zum 2. September wird die Saar-Mobil GmbH & Co. KG die Linie 140 (Heusweiler – Riegelsberg – Saarbrücken und zurück) und die Linie 177 (Quierschied – Fischbach – Dudweiler – Saarbrücken) in Betrieb nehmen.“ Damit werden die bisherigen Linien 140, 154, 805 und 808 der Saarbahn GmbH vollständig ersetzt, 816 eingeschränkt. „Alle bisherigen Fahrten“, so eine Pressemitteilung, „werden auch weiterhin angeboten, teilweise in verbesserter Lage.“ In den vorangegangenen Tagen habe er intensiv an dieser kurzfristigen Lösung gearbeitet, schilderte Häusle. Der September könne nun von den Städten und Gemeinden, beziehungsweise von deren Räten genutzt werden, um zu einer endgültigen Lösung zu kommen.

Diese Städte und Gemeinden werden wohl zukünftig auch in die Tasche greifen müssen: Bisher wurden diese Schulfahrten von den Bussen der Saarbahn übernommen, und zwar „kostenneutral“ für die Kommunen. Doch die rechtliche Lage hat sich geändert: Inzwischen hat die Stadt Saarbrücken die Saarbahn per „Direktvergabe“ mit dem öffentlichen Personennahverkehr in der Landeshauptstadt beauftragt, da eine öffentliche Ausschreibung womöglich Mitbewerber auf den Plan gerufen hätte (die SZ berichtete). Da aber Saarbrücken die Direktvergabe statt einer Ausschreibung wählte, dürfen die Busse der Saarbahn künftig keine Gebiete außerhalb der Stadt anfahren, allenfalls noch unter ganz bestimmten Bedingungen, erläuterte Häusle die Zusammenhänge. Künftig ist dann der ZPRS für diese Gebiete zuständig. Dieser Zweckverband muss die Buslinien dann aber nicht nur bestellen, sondern auch bezahlen, und somit sind auch die im Verband zusammengeschlossenen Kommunen betroffen.

Klaus Häusle Foto: Iris Maurer. Foto: Iris Maria Maurer, Benjamin Schmidt

Weitere Informationen und auch den Fahrplan gibt es im Internet unter www.saar-mobil.de oder www.saarfahrplan.de (auch als App).