Bei Unfällen auf der B 51 Feuerwehren rücken nun gemeinsam aus

Kleinblittersdorf/Saarbrücken · Retter aus Kleinblittersdorf und Saarbrücken vereinbaren eine „nachbarschaftliche Löschhilfe“ auf der unfallträchtigen B 51.

 Am Morgen des 13. Oktober 2019 ereignete sich ein schlimmer Verkehrsunfall auf der B 51. In Höhe des Industriegebiets Bübingen kollidierten vier Fahrzeuge. Bei dem Unfall kamen ein 69-jähriger Autofahrer und ein Hund ums Leben. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, zwei weitere leicht.

Am Morgen des 13. Oktober 2019 ereignete sich ein schlimmer Verkehrsunfall auf der B 51. In Höhe des Industriegebiets Bübingen kollidierten vier Fahrzeuge. Bei dem Unfall kamen ein 69-jähriger Autofahrer und ein Hund ums Leben. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, zwei weitere leicht.

Foto: BeckerBredel

Die Bundesstraße 51 zwischen Hanweiler und Saarbrücken ist nicht nur eine vielbefahrene Strecke im Regionalverband, sie ist auch immer wieder Schauplatz tragischer Unfälle. Die Feuerwehren der Stadt Saarbrücken und der Gemeinde Kleinblittersdorf waren immer wieder gemeinsam im Einsatz, jetzt soll aus „immer wieder“ ein fester Standard werden.

„Im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe werden wir jetzt bei jedem Notruf, der uns einen Unfall mit Personenschaden auf der B 51 meldet, sofort gemeinsam ausrücken“, sagt Saarbrückens Wehrführer Björn Weichel. Egal ob der Unfall auf Saarbrücker oder Kleinblittersdorfer Gebiet passiert ist, es kommen zwei Feuerwehren. Früher war die Ortsgrenze auch die Grenze der Feuerwehr-Zuständigkeit, das ändert sich jetzt.

„Dafür gibt es mehrere sachliche Gründe. Zum einen werden von den Notrufern sehr oft unzutreffende Orte genannt, weil die Anrufer ortsunkundig oder aufgeregt sind. Wenn wir aus Saarbrücken auf Anfahrt waren und es sich herausstellte, dass der Unfall in Kleinblittersdorf war, haben wir den Einsatz natürlich nicht abgebrochen. Aber wenn die Ortsangabe gestimmt hätte und die örtliche Feuerwehr alarmiert worden wäre, hätten die Unfallopfer schneller Hilfe erhalten. Hinzu kommt, dass auf der vermeintlich kürzesten Anfahrt oft durch den Rückstau die Strecke gar nicht frei ist. Auch da kommen wir jetzt einfach von beiden Seiten zeitgleich“, sagt Ingo Wagenknecht, der stellvertretende Leiter der Berufsfeuerwehr.

Die Löschbezirke Güdingen und Bübingen der Freiwilligen Feuerwehr, die noch dazu über besonders geschulte Experten in technischer Rettung verfügen, machen sich künftig sofort auf den Weg, die Kleinblittersdorfer ebenfalls.

„In Bübingen haben wir noch ein besonderer Problem: die Bahnschranke. Wenn die geschlossen ist, verliert die Feuerwehr im Alarmfall viel Zeit. Auch dieses Risiko wird im neuen Konzept minimiert“, ergänzt Weichel. Die gemeinsamen Einsätze auf einer Bundesstraße sind ein neuer Ansatz. Auf Autobahnen gibt es das schon lange.

„Zwischen St. Ingbert und Saarbrücken auf der A6 entscheiden auch nicht die Stradtgrenzen. Hier rücken schon immer bei Unfallmeldungen beide Wehren aus. Das ist in einem Erlass des Landes geregelt. Die Bundesstraßen hatte man da aber nie auf dem Schirm“, sagt Wagenknecht. Auf der B 51 werde der neue Alarmplan sicherstellen, dass Unfallopfer immer die schnellstmögliche Hilfe erhalten, egal von welcher Seite.