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Regionavlerband Saarbrücken fördert Photovoltaik

Der Sonne entgegen : Regionalverband fördert Solarenergie

Auf mehreren Gebäuden von Behörden und Schulen sollen Photovoltaik-Anlagen entstehen. Das schont die Umwelt und spart Geld.

Klimaschutz geht uns alle an: Privatleute, Gewerbetreibende, Unternehmen und die öffentliche Hand: Daher will die saarländische Landesregierung auf den Dächern diverser öffentlicher Gebäude in ihrem Zuständigkeitsbereich Photovoltaik fördern. Das solle für Neubau- und Sanierungsmaßnahme des Landes Gültigkeit bekommen.

Auch die Kreise und die Kommunen besitzen Gebäude. Doch wie sieht es hier mit der der aktuellen und geplanten Nutzung der Solarenergie aus? Für den Regionalverband Saarbrücken antwortete die Pressestelle auf Fragen unserer Zeitung.

Der Regionalverband besitzt den Angaben zufolge als Schulträger 48 Schulgebäude (Gemeinschaftsschulen, Gymnasien, Förderschulen, Berufsbildungszentren und das Schullandheim Oberthal) und darüber hinaus über die ASS (Aufbaugesellschaft Saarbrücker Schloss) die Dienstgebäude am Schlossplatz Saarbrücken. Die offizielle Zahl dieser Dienstgebäude ist 14, aber eher organisatorischer Natur, weil sich zum Beispiel das Saarbrücker Schloss in dieser Auflistung bereits in vier einzelne Gebäude untergliedere. Bei den Dienstgebäuden handelt es sich um das Saarbrücker Schloss, das VHS-Zentrum, das „Alte Rathaus“ (Schlossplatz 1-2), das Erbprinzenpalais (Schlossplatz 3-5) und weitere Häuser in der Talstraße (2-6 und 8-10) und am Schlossplatz (6-7, 2a, 2b). Auf den 13 Schulgebäuden und dem Dienstgebäude sind zwischen 2008 und 2014 Photovoltaikanlagen installiert worden. Von den 13 PV-Anlagen auf Schuldächern werden acht vom Regionalverband betrieben und fünf von Dritten, die das Dach jeweils vom Regionalverband gepachtet hätten.

Die 14 Photovoltaik-Anlagen haben insgesamt eine Nennleistung von 372,72 kWp (Kilowatt-Peak, gebräuchliche, aber nicht normgerechte Bezeichnung für die elektrische Leistung, Einheit: Watt, von Solarzellen), so die Angaben weiter.

Der Regionalverband hat auch schon konkrete Pläne zum Bau von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern: Für die beiden Projekte Theodor-Heuss-Gymnasium in Sulzbach und die Gemeinschaftsschule Heusweiler wurde jüngst eine Kurzstudie mit Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt. Demnach könnte eine mögliche PV-Anlage auf dem Dach des Theodor-Heuss-Gymnasiums eine Nennleistung von 52,8 kWp erbringen und jährlich 50 000 kWh (Kilowattstunden) Strom erzeugen. Die Eigenverbrauchsquote läge bei 35 Prozent, und nach 20 Jahren ergäben sich summierte Einnahmen von 54 000 Euro (Vergütung für eingespeisten Strom und Einsparung für selbstgenutzten Strom abzüglich der Investitions- und Betriebskosten). Eine mögliche PV-Anlage auf dem Dach der Gemeinschaftsschule Heusweiler würde eine Nennleistung von 96,39 kWp erbringen und jährlich 92 500 kWh Strom erzeugen. Die Eigenverbrauchsquote läge bei 74 Prozent und nach 20 Jahren ergäben sich summierte Einnahmen von 163 000 Euro.

Auch die beiden in den kommenden Jahren neu zu errichtenden Schulen, die Gemeinschaftsschule im Saarbrücker Füllengarten und die Internationale Schule in Dudweiler, sollen möglichst mit PV-Anlagen ausgestattet werden.

Zurzeit gebe es keine finanzielle Förderung im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes. Wegen der gesunkenen Gestehungskosten, der auf 20 Jahre gesicherten Einspeisevergütung und des mittlerweile größeren Anreizes zum Eigenverbrauch durch gestiegene Strompreise sei die Anschaffung einer PV-Dachanlage für Privatleute wie auch Gewerbebetriebe in aller Regel eine rentable Investition und bedarf somit aus Sicht der Verwaltung keiner weiteren finanziellen Förderung.

Ihre Mitwirkung an der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes bot bereits die Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal eG (BEG) an. Laut deren Angaben kämen bei einer Kooperation auf den Regionalverband Saarbrücken keine Investitionskosten für die Photovoltaik-Anlagen zu, weil diese von der BEG Köllertal getragen würden, auch die sogenannten Projektierungsaufwände für die PV-Anlage, würde die BEG übernehmen. Die Genossenschaft hofft nun auf baldige positive Signale der Regionalverbandsverwaltung zum gemeinsamen Handeln für den Klimaschutz im gesamten Großraum Saarbrücken.