Serie Verwaltungschefs der Landkreise im Gespräch Grenzenlose Hilfe auch im Notfall

Serie | Saarbrücken · Der Saarbrücker Regionalverbandsdirektor Peter Gillo will in seiner Funktion als Präsident des Eurodistrict SaarMoselle deutsch-französische Projekte voranbringen. Vor allem die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung müsse sich verbessern, sagt er.

 Regionalsverbanddirektor Peter Gillo (SPD) engagiert sich für eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

Regionalsverbanddirektor Peter Gillo (SPD) engagiert sich für eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.

Foto: Oliver Dietze

Die deutsch-französischen Beziehungen sind Peter Gillo eine Herzensangelegenheit. Seit November vergangenen Jahres ist der Regionalverbandsdirektor Präsident des Eurodistrict SaarMoselle, ein Verbund, in dem der Regionalverband Saarbrücken sowie die französischen Gemeindeverbände Faulquemont, Forbach, Freyming-Merlebach, Saargemünd, St. Avold und Warndt zusammengeschlossen sind. Der Eurodistrict sieht sich als Interessenvertreter des Grenzraums, die Mitglieder entwickeln gemeinsame Projekte und arbeiten daran, durch die Grenze verursachte Hemmnisse zu beseitigen. Und da gibt es angesichts unterschiedlicher Politik- und Verwaltungs-Strukturen nicht wenige.

„Die Vertiefung der Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung ist mir besonders wichtig. Wir müssen dahin kommen, dass die Menschen im Grenzraum diskriminierungsfrei die Versorgungsangebote des Nachbarlandes in Anspruch nehmen können“, sagt Gillo und verweist auf die Zusammenarbeit des Völklinger Herzzentrums und der Klinik in Forbach. „Da funktioniert das schon. Das wollen wir erweitern.“ In den Debatten um grenzüberschreitende Notfalleinsätze sei man sich bereits näher gekommen. Da hänge es nur noch an Kleinigkeiten. Gillo: „Wir können Europa sehr gut an der Grenze entwickeln. Konkrete Angebote und Hilfestellungen für die Menschen in dieser Region sind besser als Symbolpolitik.“

Über das EU-Regionalprogramm Interreg werde der Eurodistrict für die nächsten Jahre ein Budget von über 9 Millionen Euro zur Verfügung haben. „Damit werden wir viele deutsch-französische Projekte umsetzen können“, sagt Gillo.

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