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Regionalverband informiert über Symbole der deutsch-französischen Freundschaft

Markante Punkte im Regionalverband : Wo aus Feinden Freunde wurden

Regionalverband zeigt mit grenzüberscheitendem Informationssystem die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen.

Der Regionalverband Saarbrücken baut ein grenzüberschreitendes Informationssystem für Landmarken zur deutsch-französischen Geschichte auf. In einem ersten Schritt wurden sieben Landmarken – ausgewogen auf deutscher und auf französischer Seite der Grenze – ausgewählt, die den Wandel in den Beziehungen beider Länder spiegeln. Dies sind die Spicherer Höhen, der Schlossberg in Forbach, das Château de Varsberg in Ham-sous-Varsberg, die Freundschaftsbrücke zwischen Kleinblittersdorf und Großblittersdorf, der Schweizerberg in Völklingen-Ludweiler, der Hindenburgturm in Riegelsberg und der Hoferkopf in Friedrichsthal-Bildstock.

Die Freundschaftsbrücke verbindet die beiden Partnergemeinden Kleinblittersdorf und Großblittersdorf. Foto: Timo Rende/Regionalverband Saarbrücken

Zu den jeweiligen Landmarken wurden Zeitzeugen-Interviews, 360-Grad-Fotos und weitere Informationen digital aufbereitet. Die interaktive PDF beinhaltet alle Texte in deutscher, französischer und englischer Sprache sowie zusätzliche Zusammenfassungen in leicht verständlichem Deutsch.

Die Aktion ist Teil des Projektes „Landmarken in der Region SaarMoselle“, mit dem der Regionalverband Türme, Halden und andere exponierte Orte in der Region als Naherholungsziele aufwerten möchte.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Die weitgespannten Sichtverbindungen bis nach Frankreich können bei entsprechender Inszenierung eine besondere Qualität für die gesamte Region darstellen. Mit dem Projekt wollen wir diese modern, interaktiv und symbolträchtig in Wert setzen und gleichzeitig vernetzen.“

Eine Machbarkeitsstudie hatte exemplarisch den Schweizerberg, die Bergehalde Velsen, den Förderturm St. Charles in Großrosseln und den Parc Explor Wendel in Petite-Rosselle untersucht.

Lichtsignale und Wege sollen Bezüge zwischen den Landmarken sowie zur Kultur- und Landschaftsgeschichte herstellen. Die Studie zeigt, dass sich alle Standorte für eine Inszenierung mit Licht eignen.

Erste erlebbare Landmarke dürfte der Schweizerberg werden. Neben dem Regionalverband widmeten sich diesem Ort junge Leute von der Völklinger Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule im Wettbewerb „Förderturm der Ideen“ der RAG-Stiftung. Erinnerung, Neugestaltung des zerstörten Ehrenmals und die Schaffung eines Ortes der deutsch-französischen Freundschaft sind die Ziele der Schüler. Begleitet durch die Stadt Völklingen und unterstützt durch die Europäische Union, könnten dort bald erste Ergebnisse sichtbar werden.

Die interaktive PDF zu den ersten sieben Landmarken und die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie stehen im Internet bereit.

www.regionalverband.de/
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