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LSVS-Finanzaffäre
Rechtsaufsicht schickt Krisenmanager zum Landessportverband

Der bekannte Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Franz Abel soll der Konsolidierungsberater sein.
Der bekannte Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Franz Abel soll der Konsolidierungsberater sein. FOTO: Robby Lorenz
Saarbrücken. Innenminister Klaus Bouillon, dessen Ministerium die Rechtsaufsicht über den Landessportverband (LSVS) ausübt, legt in der Finanzaffäre dessen Präsidium härtere Bandagen an. Ein Rechtsanwalt und Sanierungsexperte übernimmt das Kommando beim LSVS. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Der Landessportverband des Saarlandes (LSVS) in dessen Kassen ein Millionendefizit klafft, wird künftig von einem Krisenmanager gelenkt. Nach Informationen unserer Zeitung hat das Innenministerium als Rechtsaufsichtsbehörde über den LSVS, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, unverzüglich die Einsetzung eines so genannten Konsolidierungsberaters angeordnet. Dabei soll es sich nach Informationen der „Saarbrücker Zeitung“ um den bekannten Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Franz Abel handeln. Er wird LSVS-intern weisungsbefugt und auch im Außenverhältnis handlungsgefugt arbeiten. Er hat unmittelbare Berichtspflicht gegenüber der Rechtsaufsicht. Dies bedeutet die Entmachtung des LSVS-Präsidiums um Klaus Meiser.


Das Ministerium selbst hat wiederum den Saarbrücker Finanzexperten und Rechtsanwalt Günter Staab als Vertreter und Berater der Rechtsaufsicht verpflichtet.