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Razzia in Shisha-Bar in Saarbrücken, Dudweiler Straße

In der Dudweiler Straße in Saarbrücken : Razzia nach Streit unter Shisha-Bar-Betreibern

Etwa 60 Einsatzkräfte der Polizei haben am Freitagabend in Saarbrücken eine Shisha Bar, zwei Kioske und zwei Wohnungen durchsucht. Ein Mann wurde vorläufig festgenommen.

Nach dem Angriff auf eine Shisha-Bar in Saarbrücken hat die Polizei am Freitag Wohnungen und Geschäfte in der Dudweiler Straße durchsucht. Einsatzkräfte sperrten gegen 18 Uhr die Straße und umstellten die Objekte. 60 Beamte vollstreckten Beschlüsse der Saarbrücker Staatsanwaltschaft und suchten nach Speichermedien, verbotenen Gegenständen und Waffen.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurde bei den Untersuchungen ein 33-jähriger Mann aus Saarbrücken vorläufig festgenommen. Bei ihm sei eine „nicht geringe“ Menge Betäubungsmittel gefunden worden. Sichergestellt wurden bei den Untersuchungen außerdem Mobiltelefone, Computer, Speichermedien und Schlagwerkzeuge.

Die Beamten durchsuchten eine Shisha-Bar, zwei Kioske und zwei Wohnungen. Auslöser der Aktion waren Angriffe einer Gruppe von 15 Personen am 25. Januar auf eine Bar, bei denen ein Mann verletzt und die Einrichtung zertrümmert wurde.

Auch ein Angriff auf einen Iraner am Folgetag stehe mit der ersten Tat in Verbindung, hieß es. Die Polizei nimmt an, dass es Streit zwischen Barbetreibern gibt. Der 34 Jahre alte Iraner wurde bei dem Angriff mit einem Messer verletzt.

Von den durchgeführten Untersuchungen erhoffen sich die Beamten Hinweise auf Hintergründe und Beteiligte der Taten. Einsatzleiter Michael Hammerschmitt erläuterte den Hintergrund der Razzia: „Die Polizei in Saarbrücken nimmt solche Auseinandersetzungen, wie letztmalig im Jahr 2018, sehr ernst und ergreift konsequent Gegenmaßnahmen, um einer Eskalation frühzeitig entgegen zu wirken. Wir werden unsere regelmäßigen Kontrollen an Brennpunkten durch Sondereinsätze in den nächsten Wochen noch intensivieren.“

Auch Innenminister Klaus Bouillon äußerte sich zu dem Einsatz: „Solchen Vorfällen müssen wir einen Riegel vorschieben und schnellstmöglich Gegenmaßnahmen ergreifen. Ich dulde keine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Gruppen, weder in Saarbrücken noch einer anderen Stadt im Saarland.“