Radler bekommen eigene Fahrspuren auf Heinrich-Brücke

Wilhelm-Heinrich-Brücke : Stadt: Neue Radspuren erhöhen die Sicherheit

Radler bekommen in jeder Richtung einen Fahrstreifen auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke, Ungeübte können weiter Gehweg benutzen.

Wie sollen die Radfahrer nach der Sanierung über die Wilhelm-Heinrich-Brücke fahren? Diese Frage war bei den Saarbrücker Bürgern und den Kommunalpolitikern sehr umstritten. Am Ende setzte sich die rot-rot-grüne Koalition im Stadtrat durch. Jetzt ist der breite, rot gefärbte Streifen zwischen den Fahrbahnen und der Abbiegespur zur Autobahn 620 in Fahrtrichtung Völklingen/Saarlouis für die Autofahrer bereits deutlich zu sehen. Für Stadtpressesprecher Thomas Blug steht fest: „Die Radfahrstreifen auf der Wilhelm-Heinrich Brücke erhöhen die Sicherheit für die Radfahrer. Diese Art der Radverkehrsführung an Abbiegespuren im Hauptstraßennetz hat sich deutschlandweit in allen Großstädten bewährt und ist gängige und anerkannte Praxis. Auch in Saarbrücken gibt es seit Jahren solche Radfahrstreifen, im Stadtgraben und in der Sulzbachtalstraße in Dudweiler. Beide funktionieren. Im Zuge der Planungen wurden deutschlandweit Beispiele betrachtet, Expertenmeinungen eingeholt und den Richtlinien zugrunde gelegt.“

Kritiker der Radspuren auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke hatten immer wieder ins Feld geführt, es wäre doch besser und sicherer, die Radler würden wie bisher die breiten Gehwege auf beiden Seiten der Brücke benutzen. Thomas Blug erklärt dazu, dass ungeübte Radfahrer und Kinder auch weiterhin auf den Gehwegen in beiden Fahrtrichtungen im Schritttempo fahren können. Weil aktuell auf der Brücke und im Umfeld noch gebaut wird, könne der Radfahrstreifen derzeit von den Autofahrern noch mitgenutzt werden. Stadtpressesprecher Blug: „Die Situation ist noch ungeordnet. Mit Abschluss der Bauarbeiten wird die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer geordnet und eindeutig erkennbar.“

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