Quierschieder Ortsmitte gewinnt dritten Preis des „polis awards“

Stadtplanung und Architektur : Ein „repräsentativer Ort“ und „Imageträger“

Quierschieder Ortsmitte gewinnt dritten Preis des „polis awards“ in der Kategorie „Reaktivierte Zentren“.

Die Experten-Jury des „polis awards“ für Stadt- und Projektentwicklung hat entschieden: Die neue Ortsmitte in Quierschied ist einen Preis wert, und zwar den dritten Preis in der Kategorie „Reaktivierte Zentren“. Damit würdigte die Jury das Zusammenspiel von Architektur und Freiraum „in einer kleinstädtischen, im Umbruch befindlichen Ortsmitte“. Das teilt die Gemeinde Quierschied mit.

Am vergangenen Mittwochabend nahmen Bürgermeister Lutz Maurer und die Architekten Luca Kist (HDK Dutt & Kist) und Thomas Hepp (Hepp+Zenner) den Preis entgegen – im Rahmen der  „polis convention 2019“ in Düsseldorf. Das Büro Hepp+Zenner zeichnet für den neuen Veranstaltungssaal „Q.lisse – Haus der Kultur“ verantwortlich, HDK Dutt & Kist hat das Außengelände entworfen.

Vor der Quierschieder Ortsmitte landeten auf Platz eins und zwei der Düsseldorfer „Kö-Bogen 2“ (1. Preis) und das Hotel am Erzbergeufer in Bochum (2. Preis). Nominiert – und damit Konkurrenten der Quierschieder Ortsmitte – waren auch das Kölner Projekt „Coeur Cologne“ und der vom Büro des Star-Architekten David Chipperfield entworfene „Waltherpark Bozen“.

Laudatorin Elisabeth Gendziorra, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, sagte über die Quierschieder Ortsmitte: „Die Jury ehrt die Qualität, mit der hier ein durch ein Umweltereignis zerstörter innerstädtischer Kern wieder aufgewertet wurde. Wo zuvor eine Lücke in der Ortsmitte von Quierschied klaffte, ist heute ein repräsentativer Ort für die Stadtgemeinschaft sichtbar, der zugleich auch Imageträger ist.“

Luka Kist und sein Team entwarfen das Außengelände. Foto: Thomas Seeber

Mit dem „polis award“ werden Projekte gewürdigt, „die einen Beitrag für das öffentliche Wohl einer Stadt erbringen“. Die Preisverleihung an die Ortsmitte von Quierschied, die sich gegen rund 100 Mitbewerber durchsetzte, ist ein Beweis für die große Anerkennung, die dem Projekt nicht nur in der Bevölkerung sondern auch in Fachkreisen zuteil wird. Schon vor dem Wettbewerb um den „polis award“ war insbesondere die „Q.lisse“ Gegenstand überregionaler Berichterstattung. Auch wurde die „Q.lisse“ in den „Architekturführer Saarland“ aufgenommen.