Wieder vereint: Zwei, die für Volleyball leben

Wieder vereint: Zwei, die für Volleyball leben

Doris Wandel soll als Sportkoordinatorin den TV Quierschied weiterentwickeln – mit Trainer Bernd Zewe. Ihre erfolgreichste Zeit als Spielerin hatte sie unter Zewe beim TV Holz. Beide haben den Verein gemeinsam zu seinen größten Erfolgen geführt.

Bernd Zewe und Doris Wandel waren lange die Galionsfiguren des TV Holz . Ab der kommenden Saison arbeiten sie wieder gemeinsam - allerdings für den TV Quierschied . Seit 2015 ist Zewe in Quierschied als Trainer der Damen-Mannschaft tätig. Er arbeitet dort unter anderem mit seiner Tochter Lena zusammen. Wandel stößt als Sportkoordinatorin zum Aufsteiger in die Volleyball-Oberliga.

Neues Konzept als Anreiz

"Mich reizt es, ein Konzept zu erstellen, aus dem hervorgeht, welche taktischen und technischen Dinge alle Spielerinnen und Spieler eines Vereins in einem bestimmten Alter können müssen", erklärt Wandel ihren Aufgabenbereich. Die A-Lizenzinhaberin konnte sich schon in die Trainingsarbeit einbringen und Korrekturen durchsetzen. "Die wurden gut angenommen. Alle sind gewillt und engagiert. Alles wird sehr professionell aufgezogen - auch von Seiten des Vereins", sagt die 50-Jährige. Sie ergänzt: "Ich bin mir sicher, dass es sich positiv entwickeln wird." Wandel verspricht sich vor allem eine größere Durchlässigkeit zwischen den Mannschaften des Vereins - beispielsweise zwischen Jugend- und Aktivenbereich.

Ihre erfolgreichste Zeit als Spielerin hatte Wandel unter Trainer Zewe beim TV Holz . Beide haben den Verein gemeinsam zu seinen größten Erfolgen geführt. Mit Zewe, der die Damen des TV Holz mit Unterbrechungen zwischen 1986 und 2013 trainierte und zwischenzeitlich in die 2. Bundesliga führte, verbindet Wandel mehr als nur ein sportliches Verhältnis: "Ich bin damals wegen ihm nach Holz gewechselt, weil er einen modernen Volleyball hat spielen lassen. Von daher ist mir die Entscheidung für Quierschied noch leichter gefallen", sagt sie zu ihrem erneuten Wechsel zu Zewe.

Nach Zewes Rücktritt aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen war Wandel beim TV Holz von dessen Co-Trainerin im November 2013 in die Hauptverantwortung gewechselt. Sie übernahm die Mannschaft auf Platz vier der 3. Liga Süd und führte sie zur Meisterschaft, dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Holz schaffte in der Folgesaison souverän den Klassenverbleib.

Im Mai 2015 trat Wandel überraschend zurück. "Die Mannschaft hat mich hinter meinem Rücken abgesägt", sagte sie damals in der SZ. Von ihrem Abgang hat sich der TV Holz nicht erholt. Die Holzerinnen stiegen unter dem neuen Trainer Jörn Riemenschneider sang- und klanglos als abgeschlagenes Schlusslicht der 2. Bundesliga Süd ab - ohne ein Saisonspiel gewonnen zu haben. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz betrug sage und schreibe 24 Punkte.

In der Oberliga etablieren

Wandel kehrt derweil bei einem Aufsteiger zurück auf die Volleyball-Bühne. Und sie kehrt zurück zu Zewe, der mit Quierschied auf Anhieb Saarlandpokal-Sieger und Verbandsliga-Meister wurde. Ob Zewe und Wandel auch aus dem TV Quierschied einen Zweitligisten formen können? "Das glaube ich nicht. Das ist auch nicht das Ziel", sagt Wandel: "Wir wollen uns in der Oberliga etablieren. Ich bin sicher, dass wir das mit unserer homogenen Mannschaft erreichen können."

Trainer Bernd Zewe so, wie man ihn kennt: Engagiert versucht er seinen Spielerinnen zu erklären, was Sache ist. Foto: Wieck. Foto: Wieck

Mit Laura Bodtländer, Cara Deppner und Sally Ann Schmidt haben sich drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft des TV Holz den Quierschiedern angeschlossen. Sie arbeiten mit ihren neuen Mitspielerinnen derzeit vor allem an der Athletik. "Im technischen Bereich wird sicherlich noch einiges zu machen sein", kündigt Wandel für die Vorbereitung an.