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Wehrleute üben am Kraftwerk Weiher

Wehrleute üben am Kraftwerk Weiher

Quierschied. Am Samstag um 10 Uhr schreckten die Quierschieder auf. Sirenen ertönten. Wenige Minuten später düsten Feuerwehrautos in Richtung Kraftwerk Weiher. Dort kam es im Bereich des Bekohlungsbandes zu einem Brand in Folge einer Überladung. Bis zum Eintreffen vor Ort gingen die Kräfte der Wehr von einem echten Einsatz aus. Es handelte sich aber um eine Übung

Quierschied. Am Samstag um 10 Uhr schreckten die Quierschieder auf. Sirenen ertönten. Wenige Minuten später düsten Feuerwehrautos in Richtung Kraftwerk Weiher. Dort kam es im Bereich des Bekohlungsbandes zu einem Brand in Folge einer Überladung. Bis zum Eintreffen vor Ort gingen die Kräfte der Wehr von einem echten Einsatz aus. Es handelte sich aber um eine Übung. Bernd Hussong, Führer der Feuer- und Gasschutzwehr des Kraftwerks, erklärte: "Bei dieser Übung geht es darum, die Kommunikationswege der Einheiten - betriebliche Feuerwehr, Blockwarte, Haupteinsatzzentrale der Berufswehr und kommunale Feuerwehr - zu testen." Nach Angaben von Hussong sollten die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Quierschied auch mit den örtlichen Gegebenheiten im Kraftwerk vertraut gemacht werden. Kraftwerksleiter Marc Scheller: "Die Quierschieder Wehr ist in den Alarmplan des Kraftwerkes eingebunden. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Wehrleute hier auskennen." Nach knapp eineinhalb Stunden war alles vorbei. Die Wehrleute packten ihre Geräte ein und rollten die Schläuche zusammen. Sie waren vom Kohlenstaub geschwärzt. "Es war überall total eng, alles war stark verqualmt. Das war schon eine besondere Herausforderung für uns", erklärte Löschmeister Dieter Meyer. Vor allem die Rettung von zwei Personen aus dem unterirdischen Teil des Kohlebandes war keine ganz einfache Aufgabe. Der Quierschieder Wehrführer Harald Hien war zufrieden mit den Leistungen seiner Frauen und Männer. Die waren gleich an mehreren Stellen im Kraftwerk beschäftigt. So versuchten sie unter anderem, das Übergreifen des Brandes auf das gesamte Kohleband zu verhindern. Dabei war die Drehleiter im Einsatz. Drehleiter zu kleinEs zeigte sich aber deutlich, dass die Quierschieder Drehleiter bei den riesigen Dimensionen der Kraftwerksanlage zu klein ist. "Jetzt wissen unsere Leute auf jeden Fall, was im Ernstfall auf sie zukommt", meinte Hien. Interessierte Beobachterin der Übung war die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall. Für sie stand hinterher fest: "Es hat sich mal wieder gezeigt, dass eine gute Ausstattung der Wehr von sehr großer Bedeutung ist." Das Fazit von Kraftwerksleiter Marc Scheller und Betriebswehr-Chef Bernd Hussong lautete: "Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert." ll