Göttelborner Bergehalde: Verschwundene Steine und ein Algenteppich

Göttelborner Bergehalde : Verschwundene Steine und ein Algenteppich

Der Haldenrundweg soll zum Wandern und Spazieren einladen, der Kohlbachweiher zu Verweilen in der Natur. Doch das Naherholungsgebiet an und auf der Göttelborner Bergehalde gibt immer mal wieder Anlass für größere und kleinere Ärgernisse. Seitdem mit der Brücke am Kohlbach die Lücke am Rundwanderweg geschlossen wurde, nutzen leider auch immer wieder Quadfahrer diesen Überweg für ihre illegalen Touren auf dem ehemaligen Grubengelände. Auch zwei große Steinquader, die dies eigentlich verhindern sollten, waren nur kurzzeitig Hindernis für die an dieser Stelle unerwünschten "Motorsportler". Kurzerhand wurden sie aus dem Weg geräumt, wie nun ein Leser der Saarbrücker Zeitung vor wenigen Tagen feststellen musste. Die Gemeinde Quierschied, auf den Misstand angesprochen, verwies auf die zuständige Stelle bei der IKS. Dort reagierte man sofort. "Beim Thema Brücke habe ich die entsprechende Maßnahme veranlasst, die Steine wieder an Ort und Stelle zu verbringen", teilte Werner Backes vom Facility-Management der IKS-Strukturholding mit, "sobald die Arbeiten ausgeführt sind, werden wir das umgehend der Öffentlichkeit mitteilen."

Ob die Steine dann lange ihren Zweck erfüllen werden oder ob man vielleicht eine andere Art der Weg-Verengung finden muss, bleibt offen. Ganz einfach zu lösen ist diese Aufgabenstellung nicht. Schließlich sollen Wanderer und Spaziergänger auch mit Kinderwagen passieren können, andererseits die illegalen Quad-Touren unterbunden werden.

Ein weiteres Problem stellt der Kohlbachweiher dar. Hier hat eine geradezu explosionsartige Vermehrung von Algen stattgefunden - weite Teile der Wasserfläche sind von einem grünen Teppich überzogen.

Der Kohlbachweiher ist von Algen bedeckt. Fotos: Lothar Strobel.

"Die Algenbildung ist im Bereich der Flachwasser-Zonen des ehemaligen Absinkweihers zu finden. Diese sind, aufgrund des Wassermangels im Zulaufbereich und der ohnehin erhöhten Temperaturen durch die Inanspruchnahme als Kühlwasser entsprechend aufgewärmt", erklärt Uli Heintz, Diplom- Geograf und beim Zweckverband "Landschaft der Indurstriekultur Nord" (LIK Nord) auch zuständig für Quierschied: ,,Durch die vorhandene Mineralien- und Nährstoffsituation im Wasser ergibt sich damit eine ideale Voraussetzung für das Wachstum der Algen." Es handele sich um eine "natürliche Reaktion" auf Wassertemperaturen, hohe Einstrahlung und Nährstoffgehalt des Wassers. "Nach stärkeren Regen-Ereignissen dürfte sich dieses Phänomen auch wieder auflösen", so Heintz weiter, "im derzeitigen Ausmaß stellen die Algen keine Gefahr für Mensch und Ökosystem dar."