| 20:31 Uhr

Beachtennis
Titelkämpfe in Urlaubs-Atmosphäre

Wenn der TC Quierschied zum Beachtennis auf seine Anlage im Altwiestal einlädt, ist Strand-Atmosphäre garantiert. Die Zuschauer können die Spiele im heißen Sand entspannt von Liegestühlen aus verfolgen. Passend zur lockeren Atmosphäre wummert Musik aus Lautsprecher-Boxen – und der ein oder andere Sportler trinkt zwischen den Spielen auch schon mal ein Bierchen.
Wenn der TC Quierschied zum Beachtennis auf seine Anlage im Altwiestal einlädt, ist Strand-Atmosphäre garantiert. Die Zuschauer können die Spiele im heißen Sand entspannt von Liegestühlen aus verfolgen. Passend zur lockeren Atmosphäre wummert Musik aus Lautsprecher-Boxen – und der ein oder andere Sportler trinkt zwischen den Spielen auch schon mal ein Bierchen. FOTO: spektrum bilderdienst / Peter Franz
Quierschied. Die Saarlandmeisterschaft im Beachtennis in Quierschied ist eine Mischung aus Sonne, Sand und guter Laune. Von David Benedyczuk

Feiner Sand unter den Füßen. Laute Musik aus den Boxen. Zwar kein Meer nebenan, dafür aber ein Planschbecken direkt am Beachtennis-Feld, das den Sportlern sonntags auf der sonnengefluteten Anlage des TC Quierschied bei heißen Bedingungen Abkühlung verschafft. Die haben die Teilnehmer an den Beachtennis-Saarlandmeisterschaften mit Paddles am gesamten Wochenende nötig. Denn im tiefen Sand auf den Spielfeldern geraten sie unter der unermüdlich brennenden Sonne nur noch mehr ins Schwitzen.


Dennoch stellt sich bei den Sportlern Begeisterung ein. „Es herrscht eine sehr lockere Atmosphäre. Und es fühlt sich an wie im Urlaub. Die Musik läuft nebenbei, man trinkt vielleicht mal zwischendurch ein Bierchen – es macht einfach super Spaß“, sagt Rebecca Krier von den TF Oppen. Die 24-Jährige nimmt gerade eine Auszeit auf einer der Sonnenliegen, während ihr Freund Dustin Kiefer vom TV Hülzweiler gerade mit dem Paddle in der Hand den Sand durchpflügt.

Kiefer spielt in der laufenden Mixed-Konkurrenz aus gutem Grund nicht mit seiner Freundin. „Wenn wir zusammenspielen, ist der Ehekrieg programmiert“, hatte der 31-Jährige vorher lachend erklärt. Zuvor war er im Mixed-Viertelfinale  an seiner Freundin, die seit Jahren mit Marc Gitzinger von der DJK Sulzbachtal zusammenspielt, gescheitert. Mit Louisa Bommersbach von den TF Oppen verlor Dustin Kiefer mit 2:6 und 6:7 – daher geht es jetzt in der Trostrunde weiter. „Trotzdem ist alles im grünen Bereich“, sagt er. Seine Freundin Rebecca Krier bestätigt: „Direkt nach dem Spiel ist das alles vergessen. Ein Nachspiel hat das sicher nicht.“ Zumal sie sich im Damen- und Herrendoppel jeweils über den Sieg freuen durften.



Rebecca Krier gewann mit Judith Ehl im Endspiel gegen Louisa Bommersbach und Ariane Ehl (TC Beaumarais) mit 6:0, 6:3. Es war nicht der erste Landesmeister-Titel für das Duo. „Judith und ich haben nun zum vierten Mal in Folge das Ding geholt – und wir sind jedes Jahr aufs Neue froh, wenn wir so erfolgreich sind. Die Konkurrenz ist groß“, erklärt Rebecca Krier. Sie durfte später auch noch über den Erfolg im Mixed jubeln – und das im Finale gegen ihre Partnerin im Damendoppel: Mit Marc Gitzinger nahm sie im Spiel gegen Matthias Wilhelm (TV Hülzweiler) und Judith Ehl Revanche für die Niederlage im Vorjahr und siegte mit 6:4 und 7:6.

Dustin Kiefer freute sich über den Triumph mit Clubkamerad Matthias Wilhelm. Sie besiegten Max Fugmann vom TC Riegelsberg und Justin Klein von der DJK Sulzbachtal mit 6:3 und 6:2. „Zwischendrin war ich mal verletzt und ein Mal verhindert. Mit Matthias bin ich nun zum dritten Mal Saarlandmeister geworden. Wenn wir angetreten sind, haben wir gewonnen – das ist sensationell“, sagt Dustin Kiefer. Trotz der Serie sei der Erfolg kein Selbstläufer gewesen: „Erwartet kam das auf gar keinen Fall. Wir kennen uns alle lange. Es war klar, dass ab dem Halbfinale alles offen ist. Schön, dass wir uns durch eine gute Leistung erneut durchsetzen konnten.“

Wobei gewinnen auch für Dustin Kiefer nicht alles ist. Das Drumherum ist mindestens genauso wichtig. „Wir sind einfach eine geile Truppe mit allen Kollegen aus den anderen Vereinen. Es macht echt Bock und Laune. Dazu geiles Wetter – es ist einfach nur klasse“, betont er. Er sei direkt Feuer und Flamme gewesen, als er 2011 per Zufall auf Beachtennis gestoßen sei. Mittlerweile haben sich die Paddles statt normaler Tennis-Schläger etabliert. „Man muss kein Tennis-Spieler sein, um das Spiel zu beherrschen. Es sind auch viele Beachvolleyballer dabei. Die haben auch diesen gewissen Touch mit den Paddles“, berichtet Rebecca Krier.

Beim Gastgeber TC Quierschied zog man nach den Saarlandmeisterschaften ein ähnlich positives Fazit wie die Sportler: „Es war echt top. Mit 84 Startern hatten wir eine hohe Resonanz“, sagt der Vorsitzende Michael Vogelpoth.