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Fußball-Saarlandliga
Quierschied bastelt fleißig an neuer Saison

 Nach einem Foul an Hokon Christian Sossah diskutieren die Quierschieder Kicker mit dem luxemburger Schiedsrichter.
Nach einem Foul an Hokon Christian Sossah diskutieren die Quierschieder Kicker mit dem luxemburger Schiedsrichter. FOTO: Peter Franz
Quierschied. Die Sportvereinigung hat nach dem Sieg bei Saar 05 am Samstag Neuzugang fünf und sechs vorgestellt. Von Philipp Semmler

Die Spvgg. Quierschied ist auf dem besten Weg, den Ligaverbleib in der Saarlandliga vorzeitig perfekt zu machen. Durch einen 2:1-Erfolg am Samstag vor 150 Zuschauern beim SV Saar 05 hat das Team jetzt als Tabellen-Zehnter zehn Zähler Vorsprung vor einem Abstiegsplatz (bei drei Absteigern).


„Für uns waren diese drei Punkte extrem wichtig, weil wir in den kommenden Wochen noch weitere schwere Auswärtsspiele gegen Spitzenteams haben“, freute sich der Sportliche Leiter des Clubs, Kai Berrang. Seine Elf ist nun an Ostermontag um 15 Uhr zum SV Mettlach (Fünfter). Zwei Wochen später steht das Duell beim Tabellendritten SC Halberg Brebach an.

Nach dem Erfolg auf dem Kieselhumes gab Quierschied seine Neuzugänge Nummer fünf und sechs für die kommende Saison bekannt: Vom Ligakonkurrenten FSG Ottweiler-Steinbach wechselt der 32-Jährige Steven Kuntz zur Sportvereinigung. Vom benachbarten Bezirksligisten FV Fischbach schließt sich der 23-jährige Offensiv-Akteur Lars Weinmann dem Saarlandligisten an. Zuvor hatte Quierschied bereits die Verpflichtungen von Marius Schwartz (SV Rohrbach), Eric Schön (SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden), Samuel Ikas (SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim) und Jonas Uhlhorn (FSV Jägersburg II) bekannt gegeben. „Wir wollen jetzt noch einen Stürmer holen, dann sind unsere Planungen abgeschlossen“, erklärt Berrang.



Beim Sieg auf dem Saarbrücker Kieselhumes blieb Quierschied zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. „Wir haben in diesem Spiel die bessere Mentalität an den Tag gelegt“, urteilte Berrang. Das sah auch Saar-05-Trainer Timon Seibert so: „Wir hätten nichts Zählbares verdient gehabt, weil unsere Einstellung eine Katastrophe war. Dabei habe ich den Jungs noch extra gesagt, dass wir uns nach dem Erreichen des Halbfinals im Saarlandpokal auch in der Liga gut präsentieren wollen. Aber da hat mir scheinbar niemand zugehört.“

Über weite Strecken der ersten Hälfte sah es gar nicht so aus, als müsste Seibert nach dem Schlusspfiff frustriert den Platz verlassen. Denn die St. Johanner hatten zunächst die besseren Möglichkeiten. Christian Hertel scheiterte am starken Spvgg.-Schlussmann Benedikt Schmitt, und Yves Oberhausen verfehlte aus kürzester Distanz das Ziel.

Kurz vor der Pause musste bei den Gastgebern Torwart-Routinier Marc Birkenbach mit muskulären Problemen verletzt raus. Vertreter Jan Müller kam in der Nachspielzeit der ersten Hälfte seitlich weit aus seinem Tor heraus und foulte dort den ehemaligen 05er Dominik Engel. Den anschließenden Freistoß schlug Julian Fernsner vor den Kasten, und am zweiten Pfosten drückte Lukas Grünbeck die Kugel zum 0:1 über die Linie. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war ein Freistoß von Fernsner auch der Ausgangspunkt des zweiten Gäste-Tores. Diesmal köpfte Sascha Schaum den Ball zum 0:2 in den Winkel. Nur 120 Sekunden später verkürzten die Saarbrücker: Philipp Klein foulte Christian Sossah im Strafraum, und den fälligen Elfmeter verwandelte Lars Anton zum 1:2.

Wiederum nur Augenblicke später waren die Gastgeber nur noch zu Zehnt auf dem Feld. Julian Flammann sah nach einem harten Einsteigen gegen Jens Lorang Rot. Trotz der Unterzahl drängte Saar 05 auf den Ausgleich. Gute Möglichkeit konnte sich die Heimelf aber kaum erarbeiten. In der Schlussphase hatte Quierschied bei Kontergelegenheiten die Möglichkeit, früher den Sack zuzumachen, doch diese wurden vergeben. Unter anderem scheiterte Fernsner am Pfosten.

Trotzdem reichte es zum Auswärtssieg – und für lange Gesichter bei den Gastgebern. Die Chance zur Wiedergutmachung für die Heimpleite hat Saar 05 am Samstag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den FV Eppelborn (Siebter). Das wird nicht einfach: Der FV gewann zuletzt neun Spiele in Serie.