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SPD: Was ist los mit der Ortsmitte?

Quierschied. "Wird die Ortsmitte Quierschied eine unendliche Geschichte?" Diese Frage stellt sich die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Deren Vorsitzender Stephan Schmidt (Foto: ll) vermutet, dass viele Bürger nicht mehr an die Verwirklichung der vom Gemeinderat beschlossenen Pläne glauben. Schmidt erinnert daran, dass der Gemeinderat am 23

Quierschied. "Wird die Ortsmitte Quierschied eine unendliche Geschichte?" Diese Frage stellt sich die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Deren Vorsitzender Stephan Schmidt (Foto: ll) vermutet, dass viele Bürger nicht mehr an die Verwirklichung der vom Gemeinderat beschlossenen Pläne glauben. Schmidt erinnert daran, dass der Gemeinderat am 23. Oktober vergangenen Jahres mit den Stimmen der CDU-Mehrheit die Verwaltung beauftragt habe, der Firma Rewe und deren Investor, der Gesellschaft ST Gewerbebau, den Zuschlag für den Bau eines Lebensmittelmarktes mit 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 150 Stellplätzen zu geben. "Damals konnte man den Eindruck gewinnen, dass es Rewe und dem Investor nicht schnell genug gehen konnte, die Ansiedlung anzugehen", sagt der SPD-Fraktionschef. Es sei sogar davon gesprochen worden, dass die Verträge Ende Februar dieses Jahres schon unter Dach und Fach sind. Mittlerweile stelle sich die Situation aber völlig anders dar. Während die Verwaltung unter Leitung der Bürgermeisterin Karin Lawall ihre Hausaufgaben gemacht habe, stocke die weitere Planung derzeit wegen eines fehlenden Verkehrs- und Lärmschutzgutachtens. Dieses Gutachten in Auftrag zu geben, sei Sache des Investors. Bisher sei aber nichts passiert. Außerdem gebe es nach Aussagen der Gemeindeverwaltung erhebliche Schwierigkeiten für weitere Besprechungstermine mit dem Investor. "Wieso diese Verzögerung?", fragt die SPD-Fraktion. Es wäre absolut nicht im Sinne der Quierschieder Bürger, wenn die jetzt aufgetretenen Verzögerungen politisch motiviert wären, sagt Schmidt. Das ist für die SPD mittlerweile gar nicht mehr so abwegig. Denn ein Abschluss der Verhandlungen mit Rewe würde wohl endgültig auch die immer noch in CDU-Kreisen heiß gehandelte "Große Lösung", sprich Abriss des Rathauses sowie Ansiedlung zweier Märkte, endgültig beerdigen, vermutet der Fraktionschef. "Soll etwa nach der Kommunalwahl am 7. Juni das Thema Ortsmitte noch einmal neu aufgerollt werden?", fragt Schmidt. Allen diesen Vermutungen und Spekulationen könnten die Bürger bei den Kommunalwahlen ein Ende setzen, indem sie die absolute CDU-Mehrheit in Quierschied beenden. Spätestens seit dem Bürgerbegehren für eine Bürgerbefragung zur Ortsmitte sei klar, dass sich die Bürger der schwierigen Situation der Gemeinde mit 50 Millionen Euro Schulden bewusst sind. Schmidt: "Quierschied braucht in seiner prekären Situation, für die die CDU übrigens noch immer keinerlei Verantwortung übernehmen will, keine politischen Machtspielchen und keine Blockaden. Für eine gute Zukunft ist die Zusammenarbeit aller Entscheidungsträger - Bürgermeisterin, Gemeindeverwaltung, Mandatsträger im Gemeinderat unter Einbeziehung der Bürger - erforderlich." ll