Matinee in der Gemeindebücherei Quierschied Mertes-Mannschaft sorgt für leckeren Kultur-Morgen in Quierschied

Quierschied · Der Musiker Freimut Mertes bot mit seiner Dixie Jazz Crew nach langer Pause in der Bücherei „Jazz, Klassik und Lyrik“. Zur Text- und Notenfeinkost gab es leckere Suppe.

Freimut Mertes und seine Dixie Jazz Crew unterhielten die Gäste bei der Sonntagsmatinee in der Quierschieder Gemeindebücherei bestens.

Freimut Mertes und seine Dixie Jazz Crew unterhielten die Gäste bei der Sonntagsmatinee in der Quierschieder Gemeindebücherei bestens.

Foto: Petra Pabst

„Lasst uns genießen, die fröhliche Stunde!“ heißt es im Gedicht „Der triftige Grund“ von Fred Endrikat (1890-1942). Diese Zeile, vorgetragen von Lisanne Westphal, passte zur Sonntagsmatinee in der Quierschieder Gemeindebücherei. Dort gab es keinen freien Platz mehr.

Freimut Mertes hatte mit seiner Dixie Jazz Crew nach langer Pause eingeladen zu „Jazz, Klassik und Lyrik“, einer Veranstaltung für den ganzen Körper.  Es gab schwungvolle Musik für die Ohren, zauberhafte Gedichte und Geschichten fürs Herz, in der Pause einen herzhaften Eintopf für den Magen und flotte Rhythmen für die Füße.

„Ich konnte mich vor Reservierungswünschen kaum retten“, sagte Mertes. „Die Menschen freuen sich, endlich wieder uneingeschränkt Kultur genießen zu können.“ Das achtköpfige Ensemble aus Trompete, Alt-, Sopran- und Tenorsaxophon, Posaune, Klavier, Bass und Schlagzeug, präsentierte Jazzstandards, Swing, Evergreens und Balladen.

„Fly me to the moon“ hieß es zu Beginn. Zum Mond wollte keiner, denn alle fühlten sich in der Gemeindebücherei zwischen den Bücherregalen goldrichtig. „Du musst dir hier gleich zur Strafe ein Buch aussuchen, in dem Bußgebete stehen“, mahnte Mertes seine Sängerin Marika Vilics augenzwinkernd, da diese wohl aus seiner Sicht zu sehr mit einem Gast in der ersten Reihe geflirtet hatte.

Wer regelmäßig zu „Bongos“ Konzerten kommt, so der Spitzname von Mertes, kennt die frechen Sprüche und unterhaltsamen Moderationen des Bandleaders. Ob „Oh Champs Elysées“ oder „Satchmos Lullaby“: die Interpretationen von Vilics waren ein Augen- und Ohrenschmaus. Die spannenden Arrangements stammen alle aus Mertes‘ Feder. Für die klassischen Teile des Konzertes hatte sich die Band das Künstlerehepaar Wolfgang Mertes und Angelika Maringer eingeladen. Die Namensgleichheit ist kein Zufall, Wolfgang Mertes, Konzertmeister beim Staatstheater, ist einer der Söhne von Freimut Mertes, ein weiterer, Christoph, spielt in der Band die Posaune. Mit lyrischen Violin-Duetten des österreichischen Komponisten Ignaz Pleyel ließ das Duo aufhorchen.

Zwischen den Titeln sorgte Lisanne Westphal für eine ausgewogene Portion Lyrik mit dem Wein als rotem Faden. „Wenn man nicht trinken kann, soll man nicht lieben“, zitierte sie Goethe und servierte weitere Gedichte und Geschichten rund um den edlen Tropfen.

Noch mehr Schmaus, nämlich für den Gaumen, gab es für die rund 80 Gäste in der Pause, als es hieß: „Wir bitten zu Tisch“. Das Büchereiteam rund um die Kulturbeauftragte der Gemeinde, Annette Bost, gab zur Stärkung der Gäste einen köstlichen Gemüseeintopf aus.

So lecker versorgt trafen sich zum Schwatz am Stehtisch gut gelaunte Konzertgäste aus nah und fern.

Die nächste Matinee der Dixie-Jazz-Crew folgt am 21. Mai im Verlesesaal in Reden. „Bongos Bigband“ spielt wieder am 26. März in der Heusweiler Kulturhalle. Es empfiehlt sich immer eine Anmeldung unter (06897) 6 24 40 (Mertes) oder per Mail an freimut.mertes@gmx.de

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