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Second-Hand-Basar nebst Typisierung

Second-Hand-Basar nebst Typisierung

Wer am Sonntag in die Fischbachhalle kommt, kann günstig Kleidung erwerben und noch etwas Gutes tun

Jetzt wird er erwachsen, der Kinderkleider- und Spielzeugbasar in der Fischbachhalle. Wer damals dabei war, als der Förderverein des Tenniszentrums DJK Sulzbachtal seine Secondhand-Märkte in besagter Halle ins Leben rief, wundert sich wahrscheinlich, wo die Zeit geblieben ist. Unverändert bleibt indes das Konzept. Auch beim 18. Mal dreht sich wieder alles um Recycling der besten Art: "Wie gewohnt können Familien, Eltern und Kids ab 13.30 Uhr sowohl kaufen als auch verkaufen", kündigt Annika Zimmer von der Stefan-Morsch-Stiftung für diesen Sonntag (2. April) an.

Auf über 100 Ausstellertischen wird vom Säuglingsmützchen bis zum Konfirmandenanzug so ziemlich alles angeboten, was Mädchen und Jungen zwischen Null und Teenie-Alter anziehen können. Dazu kommen Bücher und Spielzeug, auch darunter jede Menge Schnäppchen für schmale Geldbeutel. Für den kleinen wie auch den ausgewachsenen Hunger stehen Kaffee und Kuchen sowie Grillwürstchen bereit. Die Erlöse spendet der Verein diesmal der Stefan-Morsch-Stiftung. 2016 konnte man auf diese Art die Integrationsstätte Kompass Sulzbach und den Kältebus Saarbrücken unterstützen.

"Hoffen - Helfen - Heilen", dieser Leitsatz steht bei der Frühjahrsausgabe des Basars in Fischbach besonders im Vordergrund, sucht doch die Stefan-Morsch-Stiftung an diesem Sonntagnachmittag nach Lebensrettern für Leukämie- und Tumorkranke. Am Infostand der ältesten Stammzellspenderdatei Deutschlands können sich gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren kostenlos mit einer Speichelprobe typisieren lassen. Jede Registrierung eines neuen potenziellen Spenders gibt Menschen wie Nicole aus Friedrichsthal, die an Leukämie erkrankt ist (wir berichteten), eine Chance auf Weiterleben. "Die Speichelproben werden in unserem Labor auf die für eine Transplantation entscheidenden, genetischen Gewebemerkmale analysiert und dann in der Datei gespeichert", informiert Annika Zimmer. "Danach steht man weltweit als Spender für Leukämiekranke zur Verfügung." Stimmen die Werte mit denen eines Patienten überein, nehmen Mitarbeiter der Birkenfelder Stiftung den Kontakt auf und das "Projekt Lebensrettung" läuft an - im Übrigen eine völlig schmerzfreie, unkomplizierte Prozedur für den Spender.

Mehr Infos unter: www.stefan-morsch-stiftung.de oder der kostenlosen Hotline 0800 76 67 724 oder bei Facebook.