Schüler helfen Schülern

Quierschied. Der Verband sitzt perfekt, die "verletzten" Schüler sind versorgt. Es handelt sich aber nicht um einen Ernstfall. Hier üben die Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) Quierschied die Erstversorgung von Verletzen

Quierschied. Der Verband sitzt perfekt, die "verletzten" Schüler sind versorgt. Es handelt sich aber nicht um einen Ernstfall. Hier üben die Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) Quierschied die Erstversorgung von Verletzen. 15 Schüler treffen sich mit ihrem Lehrer Günther Schollmayer und dem Ausbilder des Deutschen Roten Kreuzes, Roland Riehm, einmal im Monat an einem Wochenende und üben, wie man Erste Hilfe leistet. Sie versorgen Wunden, legen Verbände, bringen Bewusstlose in die "stabile Seitenlage" und trainieren, wie man Verletzte sicher durch das Schulhaus transportiert. Sie lernen Ängste bei Verletzten abzubauen und ihren Kameraden beizustehen. Ein eigens eingerichteter Raum der ERS Quierschied, der "Erste-Hilfe-Raum", enthält zwei Liegen und die notwendige Ausstattung für den Notfall, wie Schulleiter Horst Heckmann weiter berichtet. Über allem steht das Motto: "Schüler helfen Schülern". In jeder Pause nehmen die Jungsanitäter ihre Erste-Hilfe-Taschen und sind bei kleineren Verletzungen sofort zur Stelle. Bei schwereren Verletzungen wird der zuständige Lehrer sofort unterrichtet und die Rettungskette in Gang gesetzt. Besonders beliebt ist die realistische Unfalldarstellung. Schülern werden blutende Wunden geschminkt, um den Ernstfall darzustellen. Aufgabe ist es nun, die Wunden fach- und sachgerecht zu versorgen, was die Schüler mit Begeisterung tun. So wird spielerisch der Ernstfall vermittelt. Das Engagement der Schüler werde auch im Zeugnis vermerkt, betont Heckmann. Haben Schüler ein Jahr an den Kursen teilgenommen, erhalten sie den Nachweis des Erste-Hilfe-Lehrgangs. Diesen können sie für eine spätere Führerscheinprüfung auch gut gebrauchen.Für ihren Einsatz erhielt die Schulsanitätsgruppe der Erweiterten Realschule Quierschied mit ihrem Lehrer Günther Schollmayer jetzt eine Auszeichnung des Ministeriums für Bildung. "Die Schüler nahmen die Plakette mit Stolz entgegen", berichtet Heckmann. red