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Saarknappenchor sammelte bleibende Eindrücke in Südafrika

Saarknappenchor sammelte bleibende Eindrücke in Südafrika

Der Saarknappenchor hat eine weite Reise hinter sich: Nach Südafrika hatte es das Fischbacher Ensemble verschlagen, das damit schon auf allen Kontinenten zu Gast war. Konzerte gab es in Kapstadt und Pretoria.

Der Saarknappenchor ist eines der wenigen lebendigen Zeugnisse des früheren Kohleabbaus im Saarland. Heute unter dem Dach der "Bergmusik an der Saar" beheimatet halten die Sänger des Chores die Erinnerungen an vergangene Zeiten wach und treten mit ihren Konzerten in der ganzen Welt als Botschafter des Saarlandes auf. Sie besuchten bereits China, Japan, Georgien, Kanada, Brasilien und Australien.

Idee war schon 15 Jahre alt

Bis vor Kurzem fehlte noch der afrikanische Kontinent. Südafrika wäre ideal, wo ebenfalls Bergbau kein Fremdwort ist. Die Idee, das Land am Kap der Guten Hoffnung bei der nächsten großen Reise zu besuchen, entstand im Jahr 2001. Vom früheren Chorleiter und heutigen Professor an der südafrikanischen Universität Stellenbosch, Martin Berger, gab es erste Informationen über das Land.

Als dann der Jugendchor des Saarlandes im Jahr 2013 Südafrika besuchte und anschließend den Saarknappen nur Positives berichtete, stand fest: "Unsere Reise geht genau dorthin." Die Planung dauerte zweieinhalb Jahre.

Nach mehr als zehn Stunden in der Luft kam die 34-köpfige Reisegruppe schließlich am Flughafen Tambo in Johannesburg an. Die folgenden zwei Wochen bis zum Rückflug waren vollgepackt mit Besichtigungen. Bei Besuchen afrikanischer Stämme waren die Saarländer immer wieder von der Herzlichkeit überrascht, mit der sie empfangen wurden.

Auf dem musikalischen Programm standen zwei Konzerte in Kapstadt und eines in Pretoria. Letzteres führte der Chor gemeinsam mit dem Kinderchor Jacaranda aus der südafrikanischen Hauptstadt auf. Die Sänger boten einen Querschnitt mit Liedern aus der gesamten Männerchor-Literatur - dabei auch bergmännisches Liedgut wie die "Barbara Hymne". Neben den Auftritten gab es mehrere Kontakte mit einheimischen Chören und Musikern sowie einen Workshop mit Professor Berger.

Das einstimmige Fazit lautete nach den Eindrücken von Chor-Geschäftsführer Walter Engel: "Wir haben noch nie so viele freundliche Menschen erlebt. Für mich war es wie ein Kulturschock, als wir wieder in Frankfurt ankamen."