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Rund ums Sauerkraut war mächtig was los

Rund ums Sauerkraut war mächtig was los

Mehr als 300 Kilogramm Kohl sind bei einem fröhlichen Fest in Fischbach verarbeitet worden. Harald Krauß und seine Mitstreiter zeigten, wie man mit Kraft und Elan Sauerkraut herstellt. Viele Zuschauer fanden sich ein.

Wer im Sommer Kappes klaut, hat im Winter Sauerkraut - meint schmunzelnd der Volksmund. Nicht ganz so war es neulich an der Alten Schule in Fischbach . Harald Kraußhaar rief und viele kamen zum Krauteinschneiden beim Verband Wohneigentum Fischbach /Camphausen (Siedlergemeinschaft). Der Kappes war gekauft, nicht geklaut, und zwar in rauen Mengen. 310 Kilogramm Kohl schaffte man in Netzen heran. Werner Lander, ein bewährter Krautschneider, fing diesmal schon eine Stunde früher mit seinem Handwerk an. Schweißtreibend war diese Arbeit, immer wieder hin und her schob er die Kappesköpfe über die uralten Messer des Krauthobels: "Do hat mei Opa schon mit geschnitt", erzählte Werner Lander. Lage für Lage Kraut fielen in die Edelstahlwanne, und zwischen jede Lage kam eine bestimmte Menge Salz. Interessierte Besucher kamen vorbei und schauten dem Treiben zu. Helfer um den Krautschneider herum hatten die zum Teil mitgebrachten Gärfässer mit "Fußlappen" - das sind Reste von Kohlblättern, die als Unterlage auf den Boden des Fasses ausgelegt werden - mit Salz bestreut, bevor das eigentliche Kraut in die Fässer gelangte. Danach begann auch für die Helfer die schweißtreibende Arbeit des Krautstampfens. Lage für Lage wurde gefüllt und gestampft, bis die Fässer bis knapp unter den Rand gefüllt waren. Auch die Besucher durften sich als Krautstampfer ausprobieren: "Oh leck, geht das in die Arme, das hätt' ich net gedacht", meinte eine der Besucherinnen, die mit anpackte. Sie übergab auch gleich an ihren Mann, er musste das Fass fertig stampfen.

Derweil hatte das Rote Kreuz in seiner Unterkunft mit den Vorbereitungen für Gefüllte mit Sauerkraut begonnen. Das DRK-Team um Erich Baumgarten hatten alle Hände voll zu tun, um die Besucher satt zu bekommen. Die Jugendgruppe des Verbands Wohneigentum hatte einen kleinen Stand aufgebaut, an dem es aus Fallschirmleinen selbst gebastelte Armbänder, Halsbänder für Hunde und Schlüsselanhänger zu kaufen gab. Die Aktion war von Erfolg gekrönt, der Verkaufserlös kommt der Jugendgruppe zu Gute. Alle Beteiligten konnten nach dieser Veranstaltung zufrieden sein. Harald Kraußhaar staunte nicht schlecht, als er sich mal einen Überblick über die Zahl der Besucher verschaffen konnte. Es war nämlich rund ums Kraut ganz schön was los.

Viele Hände erledigten flink die Aufräumarbeiten und so wurde das rundum gelungene Fest beendet. Die Fortsetzung folgt im nächsten Jahr.