| 20:42 Uhr

Was wird aus dem Fischbach?
Räte wollen PCB-Experten auf den Zahn fühlen

Quierschied. Polychlorierte Biphenyle - kurz PCB - sind seit 2001 weltweit verboten. Sie sind giftig und gelten als krebsauslösend. Lange Zeit wurden sie unter anderem in Schmierstoffen, Lacken und Transformatoren benutzt - auch im saarländischen Bergbau. Mit dem Grubenwasser kommen sie an die Oberfläche. Was bislang eher schweigend hingenommen wurde, sorgte vor einigen Wochen für einen Aufschrei der Entrüstung: Die Werte für die Belastung des Fischbachs sind exorbitant hoch, die Landesregierung hat aber die Gemeinde weder über die Untersuchungsergebnisse unterrichtet, noch etwaige Verhaltensmaßnahmen empfohlen. Die Quierschieder Verwaltung um Bürgermeister Lutz Maurer erfuhr erst durch die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung von den hohen PCB-Werten im Fischbach. Am kommenden Donnerstag, 17. Mai, nun steht das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Q.lisse. Diese beginnt um 18 Uhr. „Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat die Vorstellung und die Bewertung der Ergebnisse des PCB-Monitoringprogramms der Jahre 2016/17 zugesagt“, erklärte Bürgermeister Maurer, „die Experten Dr. Jens Götzinger vom Umweltministerium und  Dr. Michael Penth vom Landesamtes für Umwelt und Arbeitsschutz sind zur Sitzung eingeladen und werden gemeinsam mit dem Toxikologen Prof. Dr. Michael Schwarz von der Technischen Universität Tübingen Stellung nehmen zu den PCB-Belastungen in mehreren Saar-Gewässern und insbesondere im Fischbach“. Dabei werden Maurer und der Rat den Experten richtig auf den Zahn fühlen, schließlich ist man von der bisherigen Informationspolitik mehr als nur enttäuscht.

Polychlorierte Biphenyle - kurz PCB - sind seit 2001 weltweit verboten. Sie sind giftig und gelten als krebsauslösend. Lange Zeit wurden sie unter anderem in Schmierstoffen, Lacken und Transformatoren benutzt - auch im saarländischen Bergbau. Mit dem Grubenwasser kommen sie an die Oberfläche. Was bislang eher schweigend hingenommen wurde, sorgte vor einigen Wochen für einen Aufschrei der Entrüstung: Die Werte für die Belastung des Fischbachs sind exorbitant hoch, die Landesregierung hat aber die Gemeinde weder über die Untersuchungsergebnisse unterrichtet, noch etwaige Verhaltensmaßnahmen empfohlen. Die Quierschieder Verwaltung um Bürgermeister Lutz Maurer erfuhr erst durch die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung von den hohen PCB-Werten im Fischbach.
Am kommenden Donnerstag, 17. Mai, nun steht das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Q.lisse. Diese beginnt um 18 Uhr. „Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat die Vorstellung und die Bewertung der Ergebnisse des PCB-Monitoringprogramms der Jahre 2016/17 zugesagt“, erklärte Bürgermeister Maurer, „die Experten Dr. Jens Götzinger vom Umweltministerium und  Dr. Michael Penth vom Landesamtes für Umwelt und Arbeitsschutz sind zur Sitzung eingeladen und werden gemeinsam mit dem Toxikologen Prof. Dr. Michael Schwarz von der Technischen Universität Tübingen Stellung nehmen zu den PCB-Belastungen in mehreren Saar-Gewässern und insbesondere im Fischbach“.
Dabei werden Maurer und der Rat den Experten richtig auf den Zahn fühlen, schließlich ist man von der bisherigen Informationspolitik mehr als nur enttäuscht.


„Wir wollen wissen, welche PCB-Belastungen sich aus der Grubenwassereinleitung in den Fischbach ergeben und welche Auswirkungen dies auf Menschen, Fauna und Flora hat“, betont der Quierschieder Verwaltungschef im Vorfeld der Sitzung.
PCB ist schwer abbaubar und reichert sich in der Nahrungskette an. Die bisher bekannten Ergebnisse für den Fischbach weisen in insgesamt fünf Fällen eine geringe bis mäßige toxische Wirkung gegenüber Testorganismen auf. Was dies für Anwohner und für Nutzer des Naherholungsgebietes bedeutet, wird sicher auch eine der zentralen Fragen am Donnerstag in der Q.lisse sein.

(cor)