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Ein Dorf feiert
Das Dorffest überzeugt als Treffpunkt

Die Band „B4“ bei ihrem Auftritt
Die Band „B4“ bei ihrem Auftritt FOTO: Norbert Schmidt/Ortsvorsteher / Norbert Schmidt
Fischbach-Camphausen. Der Platz vor der Fischbachhalle war an allen drei Tagen recht gut gefüllt. Spaß für alle Generationen. Von Stefan Bohlander

Die junge Meute nimmt die aufblasbaren Stufen im Sturm. Auf der rechten Seite rennen die Leute hoch, auf der linken rutschen sie wieder hinunter. Ein Kind hebt dabei die Arme hoch, ein anderes stürzt sich kopfüber in die Tiefe, wieder ein anderes rutscht auf Knien hinab. Keine Frage: Die aufblasbare Riesenrutsche mit dem auffälligen Tigerkopf obendrauf ist beim Kinderprogramm auf dem Fischbacher Dorffest eine der Hauptattraktionen. Andere Kinder belagern die daneben stehende Hüpfburg, andere wiederum flitzen mit ihrem Roller quer über den Marktplatz.


Das Wetter spielt bei der 38. Ausgabe des beliebten Festes ebenfalls zum großen Teil mit, und so ist der Platz vor der Fischbachhalle an allen drei Tagen recht gut gefüllt. Alles in Ordnung also? „Ich hoffe, es gibt noch eine 40. Ausgabe“, sagt Ortsvorsteher Norbert Schmidt. Denn, wie bei so vielen anderen Festen und Vereinen werde es auch hier immer schwerer, Helfer zu finden. Doch noch konnte die organisierende Arbeitsgemeinschaft Ortsrat und Vereine Fischbach-Camphausen ein gelungenes Fest auf die Beine stellen.

Musikalische Leckerbissen gibt es von der Band B4, von Sue Lehmann und M. Boßlet. Zudem erfreuen der Shanty-Chor „Saarshipper“ und die Original Fischbacher Musikanten die Ohren der Besucher.



Einzig auf das Feuerwerk müssen die Besucher verzichten. Denn da „Regen, Regen, Regen“ gemeldet war, sagte man den Augenschmaus im Vorfeld ab. So punktet das Dorffest wieder als Treffpunkt für gutes Essen und gute Gespräche. Da unterbrechen sogar einige Radfahrer ihre Tour, die sie am Fischbach-Radweg unterhalb des Festes entlangführt, und stürzen sich ins Getümmel.

Neue, alte Bekannte gibt es auch. Die Pfarrgemeinde St. Josef meldet sich nach einigen Jahren Pause wieder fulminant zurück, wie Marcus Jung erzählt. Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates zeigt sich stolz, dass es gelang, unter anderem aus den Gruppierungen Messdiener, Kirchenchor, Kolpingfamilie, Pilgergruppe, Senioren und den Katholischen Frauen Helfer für das Fest zu finden. Vor allem den Messdienern spricht er Lob aus, diese seien vor Kurzem erst von einer Wallfahrt nach Rom zurückgekommen. Nun präsentierten sie ihre Süßkartoffel-Pommes.

Ein Novum war die Heilige Messe, die am Sonntagmorgen auf der Bühne gehalten wurde und der rund 150 Besucher beiwohnten. Zudem war am Samstag Pater Dr. Floribert Malemo von der Partnerschule College Mwanga in Goma, Kongo, anwesend. Gemeinsam verkaufte man beispielsweise Teller aus Palmblättern oder von Kindern der Partnerschule hergestellte Postkarten. Dies soll finanziell dabei helfen, eine weitere Schule in dem afrikanischen Land zu bauen. Die Öffentlichkeitsarbeit für die Pfarrgemeinde solle laut Marcus Jung zeigen: „Es gibt uns noch.“