Quierschied behält sein Standesamt

Neu im Gemeinderat : Quierschied behält sein Standesamt

Stefan Ziegler ist neuer 2. Beigeordneter, Stefan Kees folgt auf Timo Flätgen im Gemeinderat.

Am 26. Mai dieses Jahres finden im Saarland Kommunalwahlen statt. Zumindest bis dahin ist Stefan Ziegler (CDU) neuer 2. Beigeordneter der Gemeinde Quierschied. Der 51-jährige Diplom-Volkswirt wurde am Donnerstag mit großer Mehrheit des Gemeinderates in dieses Ehrenamt gewählt. Für die wenigen Wochen bis zur Wahl ist Stefan Kees (CDU)  in das Gremium nachgerückt. Er übernimmt den Sitz von Fraktionssprecher Timo Flätgen, der im März ausgeschieden war. „Unser bisheriger Beigeordneter Peter Zimmer wollte aus persönlichen Gründen nicht mehr weitermachen, Timo wird demnächst umziehen. Darum haben wir uns bewusst vor der Wahl neu aufgestellt, damit die Wählerinnen und Wähler auch wissen, wer künftig für sie da sein will“, sagte Ziegler. Um den Rückzug Flätgens hatte es Unstimmigkeiten gegeben. Die Freien Wähler hatten dem CDU-Landesgeschäftsführer vorgeworfen, schon seit längerem nicht mehr in der Gemeinde zu wohnen. Das ist aber Voraussetzung für ein Mandat im Rat. „Ich habe nach wie vor meinen ersten Wohnsitz in Quierschied“, betonte Flätgen auf Anfrage unserer Zeitung, „ich arbeite hauptsächlich in Saarbrücken, werde meinen Lebensmittelpunkt aber im Laufe des Jahres in die Homburger Gegend verlagern.“ Flätgens Aufgaben als Fraktionssprecher im Quierschieder Gemeinderat hat Stefan Chadzelek übernommen. Der zeigte gleich, dass er ein Freund klarer Worte ist. „Andere machen sich einen schlanken Fuß und und verschieben die Entscheidung bis nach der Wahl. Dabei liegen die Fakten auf dem Tisch“, wetterte Chadzelek in Richtung Stadtrat Sulzbach, der die Debatte über die  Zusammenarbeit mit Quierschied und Friedrichsthal im Bereich Standesamt auf den Herbst vertagt hatte. Quierschied hat gestern dieser Kooperation eine Absage erteilt. „Die geringe Ersparnis von gerade einmal 9500 Euro steht in einem Missverhältnis zu bürgernaher Verwaltung“, sagte Kröner (SPD).

Mehr von Saarbrücker Zeitung