1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Quierschied

Quierschder Wambe präsentieren stolz das "neue Jugendheim"

Quierschder Wambe präsentieren stolz das "neue Jugendheim"

Quierschied. Außen hat sich nichts geändert. Wer aber durch die Eingangstür den großen Vorraum betritt, der staunt. Die Wände erstrahlen in einem warmen Gelbton. Die alte Holzvertäfelung ist verschwunden. Die Decke ist abgehängt, neue Lampen wurden eingebaut. Die Türen sind weiß gestrichen, die Zargen rot. Das sind auch die Vereinsfarben des Karnevalvereins Die Quierschder Wambe

Quierschied. Außen hat sich nichts geändert. Wer aber durch die Eingangstür den großen Vorraum betritt, der staunt. Die Wände erstrahlen in einem warmen Gelbton. Die alte Holzvertäfelung ist verschwunden. Die Decke ist abgehängt, neue Lampen wurden eingebaut. Die Türen sind weiß gestrichen, die Zargen rot. Das sind auch die Vereinsfarben des Karnevalvereins Die Quierschder Wambe. Ein ähnliches Bild bietet auch der große Aufenthaltsraum mit neuer Küche. Überall wurden neue Elektroleitungen verlegt. Eine zentrale Ölversorgung wurde installiert.Das Jugendheim an der Glashütte ist innen nicht wiederzuerkennen. In knapp 500 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Vereins im vergangenen Jahr das Haus fast komplett saniert. Nur noch in einem Raum kann man sehen, wie es früher hier mal ausgesehen hat. Vor einem Jahr hatte die Gemeinde Quierschied dem Karnevalsverein das Jugendheim an der Glashütte mit der ehemaligen Hausmeisterwohnung per Vertrag überlassen.

4000 Euro investiert

Bürgermeisterin Karin Lawall sprach bei der Vertragsunterzeichnung von "einem nachahmenswerten Projekt und einer lobenswerten Form der Zusammenarbeit". Am Freitag konnten Vertreter der Gemeinde und die Mitglieder des Kulturausschusses - das Gremium hatte dem Vertrag damals zugestimmt - nachschauen, was die Zusammenarbeit gebracht hat. Die Wambe hatten zur Besichtigung eingeladen. "Rund 500 Arbeitsstunden und 4000 Euro haben wir investiert", erläuterte Wambe-Chef Hans-Peter Schumacher den Gästen.

Nach Angaben von Joachim Schröder, der 2. Vorsitzende ist der Koordinator der Sanierungsarbeiten, haben einige Mitglieder sogar Teile ihres Urlaubes für die Sanierung des Jugendheims geopfert. Schröder wies auch darauf hin, dass zahlreiche Firmen die Arbeit unterstützt haben. "Wir bekamen unter anderem Farbe und Verputz gespendet. Andere haben uns bei der Entsorgung von Material geholfen."

Räume zu vermieten

Ebenfalls saniert hat der Verein zwei der vier Räume in der Hausmeisterwohnung. Hier sind der Fundus des Vereins und ein Büro untergebracht. Karin Lawall lobte die Wambe: "Was ihr aus dem Jugendheim gemacht habt, ist toll. Das kann sich sehen lassen." Nach Angaben der Verwaltungschefin spart die Gemeinde durch die Übertragung des Jugendheims an den Verein rund 15 000 Euro jährlich an Unterhaltungskosten. Die tragen jetzt die Karnevalisten. Wenn sie die restlichen Räume saniert haben, wollen sie sich auch um die Außenfassade kümmern. Dabei sind sie auf Hilfe von Firmen angewiesen. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins, der die Kelterei im Untergeschoss betreibt, haben dort schon mal angefangen, den alten Putz abzuklopfen. Neben den Wambe nutzen unter anderem der Kneippverein Quierschied, die Laienbühne Qierschied und der Schachclub Fischbach das Jugendheim. ll

Wer einen Raum im Jugendheim mieten möchte, kann sich an Joachim Schröder wenden, Telefon (0 68 97) 6 42 24.