Ortsvorsteher Harald Quirin verstorben

Ortsvorsteher Harald Quirin verstorben

Harald Quirin ist tot. Der Fischbacher Ortsvorsteher starb Ende vergangener Woche im Alter von 73 Jahren. 1984 war er erstmals für die CDU in den Ortsrat Fischbach-Camphausen eingezogen, dem er bis zuletzt angehörte. 1999 wurde Quirin zum stellvertretenden und, als Erich Henz dann aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste, schließlich am 24. August 2000 zum Ortsvorsteher gewählt. "In diesen 16 Jahren hat er alle gesellschaftlichen Gruppen eingebunden und wesentlich den Ort geprägt", hebt Timo Flätgen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Quierschieder Gemeinderat, das Wirken Quirins hervor, "seit dieser Zeit war er auch Vorsitzender der ARGE, der Arbeitsgemeinschaft Ortsrat und Vereine, wo er im Team wesentliche Veranstaltungen zur Förderung des Gemeinschaftslebens organisiert und koordiniert hat, etwa das Fischbacher Dorffest."

Neben seiner politischen Arbeit engagierte er sich über Jahrzehnte auch kulturell. 1975 trat Harald Quirin in die Abteilung Karneval des Theatervereins Saargold Fischbach ein und war auch viele Jahre der Vorsitzende des Vereins. Als "Dorfpolizist" begeisterte er lange das Publikum, später stieg er als "Kölsche Jung" oder als "Babbe und sei Bub" in die Bütt. Sein herausragendes Schauspieltalent bewies er unter anderem in Stücken wie "Boeing Boeing ", "Flitterwochen", "Tante Jutta aus Kalkutta", "Hausmänner" oder das "Millionending".

Als Elferratspräsident führte er 21 Jahre lang durch unzählige bunte Abende, als Vorstandsmitglied arbeitete er auch in schwierigen Momenten für die Zukunft des Vereins und dessen Nachwuchs. Bei allem Humor und Spaß hat er dabei nie den Blick für diejenigen verloren, denen es nicht so gut geht. Immer wieder schaffte er es bei verschiedensten Veranstaltungen , beachtliche Summen für kranke Kinder oder die Leprahilfe zu sammeln.

Quirin stand in Politik und Leben immer für das Verbindende - eine Eigenschaft, die alle seine Wegbegleiter besonders an ihm schätzten. Der gelernte Kaufmann hinterlässt Frau und zwei Söhne.

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