1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Quierschied

Ortsrat Fischbach will Sparkasse im Ort halten.

Kommunalpolitik : Fischbacher Ortsrat will Sparkassen-Automaten

Kommunalpolitiker geben sich mit Entscheidung aus Saarbrücken nicht zufrieden und verabschieden eine Resolution.

Norbert Schmidt  befürchtet, dass es „dann wieder die Schwächsten unserer Gesellschaft trifft“. Deshalb engagiert sich der Ortsvorsteher von Fischbach mit dem Ortsrat gegen Pläne der Sparkasse Saarbrücken in seinem Ort. „Mit Enttäuschung und Verärgerung hat der Ortsrat Fischbach-Camphausen auf die Pressemeldung zur Schließung mehrerer Sparkassen-Filialen im Saarland und hier  insbesondere der Filiale Fischbach reagiert“, heißt es in einer Resolution, die der Ortstart mit den Stimmen von CDU, SPD, Linke und Freien Wählern beschlossen hat. „Keine Filiale mehr, kein Automat mehr. Fischbach wird für Bankgeschäfte einfach von der Landkarte gestrichen“, beklagt der Ortsrat. „Bereits 2019 wurde die VVB-Filiale in Fischbach komplett geschlossen. Nun die öffentlich-rechtliche Sparkasse. Die wirtschaftlichen Aspekte, die dazu von Ihnen angeführt werden, sind für uns nur teilweise nachvollziehbar. Auch uns ist klar, dass die Digitalisierung die Bankgeschäfte nachhaltig verändern wird“, räumt der Ortsrat ein. Er bittet die Verantwortlichen bei der Sparkasse aber auch: „Nehmen Sie bitte die Menschen mit und geben der älteren Generation die Möglichkeit, mit einem Minimum an Service den Übergang zu schaffen.“

„Im Schweinsgalopp“ habe die Sparkasse Saarbrücken die Filiale in Fischbach-Camphausen zum 1. Oktober geschlossen und damit die finanzielle Nahversorgung im Ort „komplett gekappt“, sagt Schmidt. „Selbst die Versorgung durch einen reinen Automatenbetrieb wird uns verweigert. Die besondere Verantwortung einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung wird einfach ignoriert – auch von den politischen Vertretern im Verwaltungsrat, die das Aus unserer Filiale mitbeschlossen haben“, beklagt der Ortsvorsteher. Insbesondere im Sinne älterer Menschen, bittet der Ortsrat  die Sparkasse, das Ganze noch mal zu überdenken. „Ich hoffe und wünsche, dass es trotzdem noch möglich ist, wenigstens die Mindestversorgung mit Automatenservice zu erhalten. Die Gemeinde ist bereit, die entsprechende Fläche zur Verfügung zu stellen“, sagt der Ortsvorsteher.