Neu, schöner und sicherer

Göttelborn · Diejenigen, für die der neue Spielplatz gebaut wurde, sind zufrieden. Bei der offiziellen Einweihung nahmen die Kinder die Geräte gleich in Beschlag.

 Groß und Klein freuen sich über den neu gestalteten Spielplatz in Göttelborn. Foto: Thomas Seeber

Groß und Klein freuen sich über den neu gestalteten Spielplatz in Göttelborn. Foto: Thomas Seeber

Foto: Thomas Seeber

In Windeseile rutscht der sechsjährige Marvin wie ein Feuerwehrmann die Stange des neuen Klettergerüstes in der Kettelerstraße in Göttelborn herunter. Dort wurde am Mittwoch von Bürgermeisterin Karin Lawall , Anwohnern und einem guten Dutzend Kindern der neue Spielplatz eingeweiht. "Der neue Spielplatz gefällt mir sehr gut", erzählt Marvin, "da kann man immer so schön spielen und die Stange runterrutschen. Bei dem anderen ging das nicht, der war schon alt." Deshalb war das Klettergerüst auch drei Monate lang gesperrt, bis es abgebaut und durch ein neues ersetzt wurde. Dieses ist nun aus verzinktem Stahl und sei deshalb auch nicht so pflegeintensiv. "Das ist die beste Wahl, wenn man ein neues Spielgerät anlegt", sagt Frank Werner, Fachkraft für Kinderspielplätze der Gemeinde, "es hat etwa 90 Prozent weniger Verschleißkosten. In der Anschaffung ist es nur unwesentlich teurer, und diese Kosten sind nach drei Jahren wieder draußen."

Auch den Kindern gefällt die neue Metalloptik. "Ich finde das schöner, wenn es nicht aus Holz ist", sagt der sechsjährige Denny, "außerdem gefallen mir das Kletternetz, die Kletterwand und die Brücke. Ich komme jetzt ganz oft her." Neben den geringeren Instandhaltungskosten sollen der neue Kletterturm und die Schaukelanlage auch noch sicherer sein, weil sie laut Werner nicht splittern. "Bei dem alten haben Splitter rausgeguckt, da hätte man sich verletzen können oder nicht mehr spielen", erzählt Marvin, "das neue ist viel besser und die Farben gefallen mir auch sehr gut."

Der neu gestaltete Spielplatz aus Stahl kommt bei den Kindern sehr gut an. Daher soll diese Art der Konstruktion auch in den anderen Teilen der Gemeinde zum Standard werden. "Wir wollen zukünftig mehr Qualität als Quantität", sagte die Verwaltungschefin, "wir wollen nur noch schöne Spielplätze, müssen uns aber nach dem Bedarf richten. An manchen Stellen haben wir schon angefangen, Spielplätze zurückzubauen, weil der Bedarf nicht mehr so vorhanden ist."

Das liege zum einen daran, dass es in der Gemeinde immer weniger Kinder gibt, und zum anderen verfügten die meisten Grundschulen und Kitas über eigene Spielplätze. In der Kettelerstraße war aber sofort klar, dass nach dem Abbau des alten Spielplatzes möglichst schnell ein neuer her muss. "Hier gibt es sehr viele Kinder, und es gibt ja nichts Schlimmeres als einen Spielplatz mit defekten Spielgeräten, die nicht genutzt werden, oder an denen sich die Kinder verletzen könnten", sagte Karin Lawall . Die neuen Geräte haben laut Bürgermeisterin rund 5800 Euro gekostet, zusammen mit den Arbeitsstunden liegen die Ausgaben dann bei 13 000 Euro. Der Aufbau des neuen Spielturms mit Rutsche und Kletterwand sowie der Schaukel habe vier Wochen gedauert.