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Narren entmachten den Quierschieder Bürgermeister Lutz Maurer

Bürgermeister Maurer entmachtet : Quierschieds Narren sind am Ruder

Bürgermeister Lutz Maurer stellte sich erst mal stur. Doch das sollte gegen den Ansturm der Fastnachter nichts nützen.

Da rollte etwas auf das Rathaus zu. Langsam hatte sich der Tross der drei Quierschder Karnevalsvereine in Bewegung gesetzt, war unter lauten „Alleh Hopp!“-Rufen und vorbei an Hunderten Faasendbooze vor dem Verwaltungssitz angekommen. Doch Bürgermeister Lutz Maurer ließ sich Zeit. Nur die wiederholten Rufe der Belagerer lockten ihn doch noch hervor. Er drohte: „Das Johr drehe mir mo de Spies um. Mir behalle de Schlissel, feiere und ihr komme en de Kerker.“ Wolfgang Schug konterte: „Beschd nemme ganz sauwer.“ Kipper gab ihm Recht: „Ihr spinne, ihr Rathäusler.“ Schumacher bezeichnete den Bürgermeister mit seinem Hofstaat als „Grusel-Dreigestirn“. Lutz Maurer war aber auch nicht auf den Mund gefallen: „Glaawen eens, nur mir senn die Macht – aach an Faasend“. Plötzlich stieg der Verwaltungschef herunter und wollte die Narren von der Bühne drängen. Da reichte es der Narrenschar, und Schug blies zum Gegegnangriff. Mit Schunklern und den Garden überwältigten sie Bürgermeister samt Hofstaat. Weiter ging’s in der Jahnturnhalle, wo es zu ersten närrischen Koalitionsverhandlungen gekommen sein soll. Auf jeden Fall liegen die Geschicke Quierschieds bis Aschermittwoch in Narrenhand