Nach gut zwei Jahren ist Fischbach keine Großbaustelle mehr

Nach gut zwei Jahren ist Fischbach keine Großbaustelle mehr

Fischbach. Die Natur hat ihren Lebensraum schon weitgehend zurückerobert. Die großen Löcher in der Fischbacher Waldparkanlage sind verschwunden. Hier grünt und blüht es wieder, ebenso in den Gärten hinter den Häusern in der Rußhütter Straße. Bagger und Bauarbeiter sind weg. Über zwei Jahre beherrschten sie die Szenerie in Fischbach

Fischbach. Die Natur hat ihren Lebensraum schon weitgehend zurückerobert. Die großen Löcher in der Fischbacher Waldparkanlage sind verschwunden. Hier grünt und blüht es wieder, ebenso in den Gärten hinter den Häusern in der Rußhütter Straße. Bagger und Bauarbeiter sind weg. Über zwei Jahre beherrschten sie die Szenerie in Fischbach. 5,9 Millionen Euro investierte der Entsorgungsverband Saar (EVS) in den rund drei Kilometer langen Hauptsammler Fischbach. Er transportiert die Abwässer aus dem Ort in die Kläranlage Quierschied. Sie liegt an der Landstraße 127 zwischen Quierschied und Fischbach. Jetzt war die offizielle Einweihung des Sammlers, der größtenteils unter der Erde versteckt liegt. Zu sehen sind nur die Pumphäuschen, einige neue Erdhügel und die gebogenen Lüftungsrohre, die aus der Erde ragen. "Heute ist ein freudiger Anlass für die Fischbacher Bürger", stellte EVS-Geschäftsführer Karl-Heinz Ecker (Foto: SZ) fest. Bis auf einen kleinen Rest könne nun ganz Quierschied an die Kläranlage angeschlossen werden. Allerdings müsse noch ein Bauwerk erstellt werden. Dabei handelt es sich um den Trenkelbachsammler von Hühnerfeld zur neuen Kläranlage, erklärte später Projektleiter Andreas Schumacher. Baubeginn ist im nächsten Jahr. Ecker gestand: "Der Hauptsammler Fischbach war kein einfaches Projekt." Vor allem der ehemalige Schlammweiher in der Waldparkanlage in Höhe der Fischbachhalle habe die Planer vor große Herausforderungen gestellt. In diesem Bereich liegen die Rohre auf 240 zwischen sechs und acht Meter langen Gusspfählen. "Es ist ein guter Tag für Fischbach, vor allem aber für den Gewässer- und Umweltschutz", freute sich die Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall über die Fertigstellung des Sammlers. Ein dickes Lob hatte die Verwaltungschefin für die Fischbacher Bürger. "Sie haben während der langen Bauphase großes Verständnis bewiesen." Lawall sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem EVS. "Die Planer sind auf unsere Anregungen eingegangen." Und sie erinnerte daran, dass die Gemeinde selbst während des Sammlerbaus eine Million Euro in die Sanierung der Kanäle in Fischbach gesteckt habe. Die Bürgermeisterin wies auch noch darauf hin, dass nun die Fischbacher Hausbesitzer am Zug sind. Bis zum 31. Juli 2011 müssen sie ihre Hausklärgruben abklemmen und an das öffentliche Kanalnetz anschließen - 1200 Anschlüsse sind zu machen. Der Hauptsammler Fischbach gehört zur Abwasseranlage Quierschied - sie wurde vor zwei Jahren fertiggestellt und kostete rund elf Millionen Euro - und umfasst neben dem eigentlichen Kanal acht kleinere Regenüberlaufbecken, drei Stauräume und ein großes Regenüberlaufbecken mit vier Pumpwerken. Sie fördern die Abwässer jeweils zum nächsten Bauwerk und letztendlich zur Kläranlage. Die Regenüberlaufbecken und die Stauräume haben ein Puffervolumen bei Starkregen von insgesamt rund 860 Kubikmeter. ll

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