Mamis Glück und Schmuck aus Beton

Die Quierschieder Hobby- und Freizeitausstellung lockte am vergangenen Sonntag mit einem vielfältigen Angebot. Nützliches und Dekoratives gab es da zu bewundern und natürlich auch zu kaufen.

Zum kreativen Zentrum entwickelte sich am Sonntag die Taubenfeldhalle. Dort hatte auch Hans Bost seine Tische bei der Quierschieder Hobby- und Freizeitausstellung aufgebaut. Der Kunstschnitzer bot traditionelle Holzkrippen und Krippenfiguren zum Verkauf an. Mit handwerklichem Geschick entstanden so viele schöne Dinge. Auch geschnitzte Holzbilder suchten ein neues Zuhause. So mancher, der Bost kennt, fragte ihn beim Vorbeigehen schmunzelnd: "Hans, wo hollschd du nur immer die Zeid her?"

Ein paar Meter weiter zeigte Rosina Westrich aus Fischbach ihr aufwendig handbemaltes Weißporzellan. Und ließ damit Erinnerungen an längst vergangene Jahrzehnte aufleben.

Sehr vielfältig war das Angebot der Schau. Neue Trends, wie etwa Schmuck aus Beton, wechselten sich ab mit Nippes und Nützlichem. Wie wäre es etwa, statt der Standard-Glückwunschkarte mit einer dekorativ gestalteten Mausefalle zum Überreichen von Geldgeschenken? Oder gehäkelten Wintermützen in Neon-Trendfarben für die kalte Jahreszeit? Seifendüfte durchzogen die Halle von links, der leider viel zu früh ausverkaufte Spießbraten mit Kraut vom Deutschen Roten Kreuz duftete aus der Gegenrichtung.

Während am Vormittag noch reichlich Platz in den Gängen zwischen den Ständen war, füllte sich die Halle zu späterer Stunde. Dabei stimmten viele der rund 30 Aussteller aus dem Sulzbach- und Fischbachtal mit ihren Waren die Besucher auf die kommenden Wochen ein. Schließlich ist in rund sieben Wochen Heiligabend. Deshalb durften die Pappmaschee- und Schneemänner aus weißem Seidenpapier keinesfalls fehlen. Mit LED-Birnchen ausgestattet dienen sie ganz zeitgemäß als Energiesparlampe mit weihnachtlichem Deko-Effekt.

Ums (schnelle) "Selbst-Machen" ging es auch den Damen der Volkshochschule Quierschied . Sie hatten sich im hinteren Teil der Taubenfeldhalle positioniert. Ihr Workshop-Angebot: "Entdecken Sie Ihre kreativen Fähigkeiten an der Nähmaschine. Fertigen Sie unter fachkundiger Anleitung ein schönes Deko-Element zum Mitnehmen an." Ein Angebot, das so mancher Besucher gern annahm.

Immer wieder auffällig beim Standbummel: Vielen Kreativen lag vor allem das "Machen" am Herzen. Denn bei einem Euro für einen ausgefallenen Weihnachtsanhänger oder einem kleinen Glückswichtel zum Hinstellen für 1,50 Euro waren die Materialkosten gerade wieder drin in der Kasse. Dagegen hat Jennifer Clemens aus Bildstock ihre kreative Ader zum Nebenerwerb gemacht. Als Mutter von zwei Kindern nähte sie einen Adventskalender für ihren Sohn und fand Freude daran. Es folgten Decken, Kissen, Spielsachen und weiterer "Bedarf rund ums Kind", den auch immer mehr Bekannte und Freundinnen gut fanden.

So entstand ihr Gewerbe "Mamiglück", und die Artikel finden nicht nur im Internet-Angebot mehr und mehr Zuspruch. Auch am Stand in der Taubenfeldhalle begutachtete die vor allem junge Kundschaft Jennifer Clemens' kreatives Handwerk.

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